An der Hubertusstraße in Bruck

Falschparker: Anwohner sind genervt

Fürstenfeldbruck - Parkende Lkw, laufende Motoren, rasende Autos: Die Anwohner der Hubertusstraße sind genervt.

Einige waren schon bei Polizei und Stadt. Aber an der Situation ändert sich seit Jahren nichts.

Manchmal ist es der Krach der rumpelnden Motoren, manchmal ist es das Geräusch von unregelmäßig aufeinander schlagendem Metall, das Eduard Stussak (65) um fünf Uhr in der Früh aus dem Schlaf holt. „Das geht seit mehr als zehn Jahren so“, sagt der Hausmeister. Er wohnt an der Hubertusstraße. In dem Bereich, der näher an der Rothschwaiger Straße liegt. Im Wohngebiet. „Viele wissen nicht, dass das Gewerbegebiet erst viel weiter Richtung Landsberger Straße beginnt“, sagt er.

 Jede Nacht stellen unterschiedliche Fahrer ihre schweren Lkw in der Nähe seines Hauses ab. „Im Sommer stinkt es auch übel“, sagt er. „Nicht nur, wegen der Abgase.“ Der Gestank des gärenden Restabfalls in den Müllastern zieht auf die Straße. „Manchmal stehen bis zu sieben unterschiedliche Lkw gegenüber der Falkenstraße“, erklärt Eduard Stussak. Seine Nachbarin Elke Scherer, 40, Mutter zweier Kinder, lässt ihre Kleinen schon lang nicht mehr alleine in das Familienauto an der Straße einsteigen. Nachdem sie das Haus verlassen hat, nimmt sie Max (4) und Julia (5) an die Hand. Dann setzt sie die Kleinen vom Bürgersteig aus ins Auto. „Die parkenden Lkw machen die Situation an der Straße komplett unübersichtlich“, schildert sie. „Dabei brauchen die Autofahrer eine Übersicht.“

Doch Elke Scherer übt auch Kritik an den Lenkern der Pkw. „Die brechen hier durch wie noch was. Viele fahren viel zu schnell. Nicht nur manchmal.“ Von Zeit zu Zeit überlege sie sich, einen Ball auf die Fahrbahn zu werfen. Nur als Test. „Ich frage mich, ob da noch einer bremsen könnte. Was ist, wenn ein Kind auf die Straße laufen würde?“, fragt sie. Aber sie macht sich auch Sorgen um die anderen Verkehrsteilnehmer. Beispielsweise um einen blinden Mann, der nach ihrer Einschätzung in höchster Gefahr ist, wenn er alleine unterwegs ist. „Oder was ist, wenn die Dame im Rollstuhl hier fährt und ein Radler fährt noch dazu auf der schmalen Straße?“ Ihr Nachbar Eduard Stussak hat sich schon 2013 an die Stadt gewandt. Aber nichts ist passiert. Obwohl die Lkw laut Gesetz zwischen 22 und 6 Uhr nicht auf dem Seitenstreifen in dem Wohngebiet parken dürfen. In der Straßenverkehrsordnung heißt es: „Das regelmäßige Parken ist in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen mit Kraftfahrzeugen mit einer Gesamtmasse über 7,5 Tonnen sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über zwei Tonnen zulässiger Gesamtmasse innerhalb geschlossener Ortschaften im reinen und allgemeinen Wohngebieten unzulässig.“

Tatsächlich handelt es sich bei den abgestellten Lastern um Fahrzeuge, die unter diese Regelung fallen. „Aber gemacht hat bisher niemand was“, sagt Stussak. Er vermutet, dass die Stadt froh sei, einen Parkplatz für Lkw gefunden zu haben. Schließlich habe man den Abstellplatz zwischen B 2 und B 471 nahe der Shell-Tankstelle geschlossen. Laut der Stadt plane man, gegen die Falschparker vorzugehen und mehr Kontrollen zu machen. Eduard Stussak und Elke Scherer würde es jedenfalls freuen.

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