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Mit Decken und Heizlüftern lässt es sich einigermaßen aushalten: Nino Nikolowitsch im unbeheizten Wohnzimmer.

Mitten in Germering

Familie bibbert: Zwölf Tage ohne Heizung

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Seit fast zwei Wochen lang muss eine Germeringer Familie mit drei Kindern in ihrem angemieteten Reihenhaus in der Walkürenstraße ohne Heizung und Warmwasser zurecht kommen. Warum weder Besitzer noch Hausverwaltung etwas unternahmen, bleibt unklar.

Germering – Familie Nikolowitsch lebt mit ihren drei Kindern in einer Mietswohnung in der Walkürenstraße. Die Verwaltung hat der Eigentümer einer darauf spezialisierten Firma übertragen. Die Probleme, die später zum Heizungsausfall führten, haben laut Nzana Nikolic zufolge schon vor Wochen begonnen. Damals gab es einen Wasserrohrbruch im Nachbarhaus, der auch Folgen für das Haus von Nzana und Nino Nikolowitsch hatte. Die gemeinsame Hausverwaltung teilte ihnen mit, dass die Waschmaschine im Keller während der Reparaturarbeiten nicht genutzt werden könne.

Der Nachbarin, das Haus gehört dem selben Vermieter, wurde eine beantragte Mietminderung zugestanden. Familie Nikolowitsch kam nicht in diesen Genuss. Für sie kam es dafür noch viel schlimmer. Um den Schaden aufzuspüren, ist der Bereich vor dem Nachbarhaus aufgebaggert worden. Das hatte offensichtlich unbeabsichtigte Folgen für das Haus der Nikolowitsch. Vor zwölf Tagen fiel die Heizung aus, auch warmes Wasser gibt es deswegen nicht mehr. Vor allem in der Eiseskälte der vergangenen Tage sei das Leben im Haus die Hölle gewesen, erzählt Nino Nikolowitsch. Man habe versucht, mit Heizlüfter und Decken alles zu überstehen. Glücklicherweise seien die neun-, sechs- und dreijährigen Kinder nicht krank geworden.

Hausverwaltung gibt die Verantwortung ab

Die Hausverwaltung habe vor zwölf Tagen zwar versprochen, einen Techniker zu schicken, erzählt die frierende Familie. Aber geschehen sei nichts. Der Familienvater fuhr deswegen persönlich zum Sitz der Hausverwaltung nach Dachau, um einen konkreten Termin zu erwirken. Was er damit auslöste, war nicht vorhersehbar: Die Hausverwalter gaben an, dass sie die Zuständigkeit für das Objekt abgeben würden. Sie fühlten sich also nicht mehr verantwortlich. Auf Nachfrage des Merkur verweigerte das Unternehmen jede Auskunft.

Eine ähnliche Reaktion gab es beim Versuch, eine Stellungnahme des Hausbesitzers einzuholen. Der Eigentümer sei in Urlaub und nicht zu sprechen, erklärte ein Geschäftspartner. Er werde aber dafür sorgen, dass die Heizung so schnell als möglich repariert werde – die Familie hat übrigens gestern Mittag erfahren, dass ein Heizungstechniker am Freitag vorbeikommen wird.

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