Martin Eberlwill für die SPD ins Eichenauer Rathaus einziehen.

Bürgermeister-Wahl in Eichenau

„Familie steht an erster Stelle “

Eichenau – Am 19. Juni will Martin Eberl vor allem eines: „Die Bürgermeisterwahl gewinnen.“ Bereits bei der Kandidatenkür der Eichenauer SPD im Januar, als er als Zweiter nach Dirk Flechsig seinen Hut in den Ring warf, verkündete Eberl selbstbewusst: „Auf geht’s ins Rathaus.“

Die Entscheidung zur Kandidatur sei langsam gereift. „Die ersten Überlegungen gab es nach der Kommunalwahl 2014“, erinnert sich der 1974 in München geborene Eberl. Er wolle den Eichenauern eine klare Alternative zur konservativen Politik bieten. Denn diesem Lager sieht Eberl die drei weiteren Kandidaten, zu denen neben Flechsig noch Peter Münster (FDP) und Claus Guttenthaler (Freie Wähler) gehören, zugeordnet.

Eberl positioniert sich als sozialdemokratische Alternative ebenso entschlossen wie er das als Gemeinderat und Schulreferent tut. Schon da kommt ihm seine Tätigkeit als Lehrer an der Wirtschaftschule in Dachau zugute. Eberl erklärt das mit einem gewissen Schmunzeln: „Als Lehrer ist man es gewohnt, auch denen etwas näher zu bringen, die einem eigentlich nicht zuhören wollen oder gewogen sind. Das ist in der Kommunalpolitik oft von Vorteil.“

Erfahrung darin hat er auch als Mitglied des oberbayerischen Bezirkstages gesammelt und als Sprecher der Bürgerinitiative „S4-Ausbau-jetzt“. Weitere Posten hat der seit 2004 in Eichenau wohnende Eberl nicht inne. Dem Postensammeln vieler seiner Kommunalpolitikerkollegen sehe er eher skeptisch zu.

Denn bei allem Ehrgeiz, ins Bürgermeisteramt zu kommen, um die Gemeinde aus festgetretenen Pfaden herauszuführen – Eberl weiß genauso, was er nicht will: „Meine Kinder sollen nicht in die Zeitung oder auf ein Plakat schauen müssen, um zu wissen, wie der Vater aussieht.“

Für die Familie, für die sieben und zwölf Jahre alten Töchter, müsse immer Zeit bleiben. So will es Eberl auch am Wahltag halten. Mit Frau und Kindern wird er einen Ausflug machen. Erst nach 18 Uhr ist er wieder Bürgermeisterkandidat. Er wisse, dass es Zeit brauche, sich in das Tagesgeschäft eines Rathauschefs einzuleben. Deshalb werde es im Falle seiner Wahl ein paar Wochen dauern, bis es größere Entscheidungen gebe. hans Kürzl

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