In dieser Hofeinfahrt haben Rowdys beim Faschingszug ihr Unwesen getrieben. Dabei ging auch eine Schaufensterscheibe kaputt.

Geschäftsinhaber beklagen Auswüchse

Faschingszug: Zäune gegen Rowdys

Olching - Wildbiesler und zerbrochene Flaschen sind beim Olchinger Faschingszug keine Seltenheit. Doch heuer ist auch ein Schaufenster kaputt gegangen. Geschäftsleute in der Hauptstraße beklagen immer schlimmere Auswüchse.

Zum größten Gaudiwurm der Region stürmen am Faschingsdienstag immer rund 25 000 Besucher die Amperstadt. Viele davon trinken Alkohol. Und das führt immer öfter zu Problemen. „Überall wird hingebieselt, Flaschen werden zerschlagen“, klagt Wolfgang Miller, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts in der Hauptstraße. „Es wird immer schlimmer.“

So wurde heuer bei seinen Nachbarn, dem Laden der Familie Knoll, die Schaufensterscheibe eingeworfen. Das Auswechseln werde wohl ein paar Tausend Euro kosten. Zudem wurde ein Außenaufzug beschädigt.

Doch nicht nur darüber klagen die Knolls. Auch Mülltonen wurden umgeworfen und der Inhalt in der Einfahrt verteilt. Seit 1960 gehört den Knolls der Laden in der Hauptstraße, viele Faschingszüge haben sie schon erlebt. So schlimm wie heuer sei es aber noch nie gewesen.

Herbert Kantz von der Olchinger Polizei bestätigt die kaputte Fensterscheibe und den beschädigten Aufzug. Sonstige Sachbeschädigungen seien aber nicht angezeigt worden.

Um sich im nächsten Jahr vor Rowdys zu schützen, hat sich Wolfgang Miller an das Komittee Faschingszug Olching gewandt. „Wir haben vorgeschlagen, einen Bauzaun aufzustellen und die Einfahrt abzusperren“, sagt Werner Raith. Allerdings müsse in den Zaun eine Tür, denn in den Häusern im Hof seien Wohnungen und die Leute müssten raus können.

Mit solchen Zäunen schützen bereits mehrere Hausbesitzer und Geschäftsinhaber ihre Ein- und Durchfahrten in Haupt- und Feursstraße. „Das ist schon traurig“, sagt Raith. „Aber wir können nur an die Leute appellieren, sich anständig aufzuführen.“ (ed)

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