Interessiert hört die Bürgerversammlung Bürgermeister Herbert Kränzlein zu. Fotos(4): Weber

Fehlende Weihnachtssterne, Radlständer und Krähen

Puchheim - Zahlreich waren die Puchheimer zur Bürgerversammlung gekommen. Die Themen, die sie bewegten, sind in der jungen Stadt Dauerbrenner. Aber es waren auch saisonal bedingte Fragen dabei.

So erkundigte sich Georg Metz wegen der geschrumpften Weihnachtsfestbeleuchtung. Er vermisste einige Sternderl vom Harbeckplatz aus in Richtung PUC. Bürgermeister Herbert Kränzlein (SPD) antwortete, dass Vandalismus der Grund für die geschrumpfte Beleuchtung sei. Metz wollte auch noch wissen, warum am Ortsausgang Richtung Eichenau eine Ampelanlage und kein Kreisverkehr errichtet worden ist. Kränzlein erläuterte, dass ein solcher vom Straßenbauamt aus zwei Gründen abgelehnt worden sei. Zum einen hätte es Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Hauptverkehrsstroms gegeben. Zum anderen hätte man wegen des dortigen Platzangebotes eine ovale Kreiselform finden müssen.

Wie es mit dem Golfplatz weitergeht, interessierte Bernhard Janker „Schließlich sollte heuer der Betrieb aufgenommen werden. Ich habe den Eindruck dem Bauträger geht nicht der Kies, sondern die Kohle aus“, sagte er. Wer komme denn eigentlich für etwaige zusätzlichen Kosten auf, fragte er den Bürgermeister. „Es gibt keinerlei Anspruchsgrundlage gegenüber der Stadt“, unterstrich Kränzlein. Er vermutet, dass die Erdreichanlieferung stockt, weil der Bauträger zu viele Aufträge annimmt. Der Betreiber strebe erst für 2013 eine Fertigstellung an.

Albert Anreiter monierte fehlende Radlständer am Bahnhof. „Jetzt haben wir schon permanent Ärger wegen dem S 4-Ausbau der nicht kommt, da brauchen wir nicht auch noch Ärger wegen zu wenig Radlständer.“ Kränzlein versicherte, dass man sich durchaus darum kümmere. Die Verwaltung habe sich bereits ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Ihr Vorschlag: Die Deutsche Bahn soll dort Pkw-Stellplätze auflösen, um Platz für die nötigen Radlständer zu schaffen. „Doch damit war die Bahn nicht einverstanden“, berichtete der Rathauschef.

Neben dem Wohnpark Roggenstein, Details zur Stadtmitteplanung, streifte Kränzlein auch die Krähenproblematik am Schopflacher Friedhof. „Das Thema ruft starke Emotionen wach und man kann die Diskussion schon fast mit der um Wölfe und Bären vergleichen. Die Anträge auf Vergrämungsmaßnahmen seien entsprechend der Vorgaben der Naturschutzbehörde verändert worden. Im Frühjahr wolle man vor der Brut den Nestbau stören und den Tieren Ersatzflächen anbieten.

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