Polizei will Rauschfahrten stoppen. foto: dpa

Feucht-fröhlicher Fasching: Polizei verstärkt Verkehrskontrollen

Fürstenfeldbruck - Im Fasching wird gefeiert. Und das nicht zu knapp. In der fünften Jahreszeit kommt es deshalb immer wieder vor, dass sich Maschkera betrunken oder berauscht hinters Steuer ihres Autos setzen.

Das haben die Erfahrungen der Polizei in den vergangenen Jahren gezeigt. Nicht selten komme es dabei zu Unfällen mit Verletzten oder gar Toten. Aus diesem Grund werden Inspektionen im Kreis in den kommenden Wochen ihre Verkehrskontrollen verstärken.

Im vergangenen Fasching wurden im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord bei 155 Verkehrsteilnehmern Promillewerte über den gesetzlich zulässigen Grenzwerten festgestellt, informiert die Polizei. Mit Drogen am Steuer erwischte die Polizei 17 Personen, 67 Führerscheine wurden sichergestellt. Allein in dieser Zeit ereigneten sich 28 Verkehrsunfälle, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen waren, wobei sechs Menschen verletzt wurden. Auf der B 13 bei Baar-Ebenhausen im Kreis Pfaffenhofen an der Ilm kam ein junger Mann auf dem Heimweg von einem Faschingsball ums Leben.

Bereits ab 0,5 Promille Alkohol oder einem nachweisbaren Drogenkonsum, sieht der Bußgeldkatalog eine Geldstrafe von mindestens 500 Euro, vier Punkte in Flensburg und mindestens einen Monat Fahrverbot vor. Noch teurer wird es, wenn man sich wegen einer Straftat vor Gericht verantworten muss. Dies ist der Fall, wenn jemand ein Auto mit mehr als 0,3 Promille oder unter Drogeneinfluss führt und dabei einen Unfall verursacht. Ab einem Wert von 1,1 Promille, der sogenannten „absoluten Fahruntauglichkeit“, liegt in jedem Fall eine Straftat vor und zieht neben einer Geldstrafe auch einen Führerscheinentzug nach sich.

Die Polizei wolle niemandem die Freude am Fasching verderben. „Wer feiert, sollte sich aber seiner Verantwortung bewusst sein und für eine sichere Heimfahrt sorgen“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung und gibt folgende Tipps: Feierwütige sollten vor dem Abend abklären, wie sie sicher nach Hause kommen beziehungsweise wer von der Gruppe nüchtern bleibt und fährt. „Steigen Sie nie in ein Fahrzeug ein, wenn sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Fahrzeugführer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht“, so die Polizei.

Auch öffentliche Verkehrsmittel und Taxen seien eine gute Alternative zur Rauschfahrt. Nicht zu unterschätzen sei der Restalkohol am Tag danach, der sich im Blut befinden könnte.  tb

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