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Der Übungsturm ist an der linken Seite des neuen Emmeringer Feuerwehrhauses zu sehen. Er dient zudem als Fluchtweg. 

Am neuen Haus

Feuerwehr bekommt einen Übungsturm

Die Emmeringer Feuerwehr bekommt an ihrem neuen Haus einen Übungsturm, der gleichzeitig eine Nottreppe ist. Das Stahlkonstrukt an der nord-östlichen Seite des Gebäudes kostet geschätzte 80 000 Euro.

Emmering – In einem Sonderausschuss zum gemeindlichen Hoch- und Tiefbau war Ende Mai beschlossen worden, dem Gemeinderat den Bau eines solchen Turms vorzuschlagen. Dies tat Bürgermeister Michael Schanderl (FW) dann.

Fraktionskollegin Beatrix Obst (FW) hatte dazu einige Fragen. Zunächst wollte sie wissen, was eine schlichte Feuertreppe kosten würde und anschließend, ob die Feuerwehr ihre Übungen nicht auch an den Notfalltreppen an der Schule oder an der Amperhalle abhalten könne. „Sie werden ja nicht jede Woche trainieren“, fügte Beatrix Obst noch hinzu.

Für den Rathauschef sind aber die vorgeschlagenen Alternativen keine Option. Die Schultreppe sei nicht geeignet, da sie lediglich an einer Seite die Möglichkeit für Übungen bietet. An der Amperhalle würde vor allem der Publikumsverkehr die Feuerwehr stark behindern. „Man könnte zwar für die Übungen absperren, aber die Gefahr, dass doch ein Passant durch herunterfallende Gegenstände verletzt wird, ist zu groß“, sagte Schanderl.

Außerdem muss man die Kosten differenziert betrachten, denn 10 000 bis 12 000 Euro würde eine Feuertreppe ohnehin kosten – und diese Summe müsse man von den geschätzten 80 000 Euro abziehen. Ferner liege der Betrag am oberen Ende der Preisskala. Das heißt, ein Übungsturm könne durchaus auch für weniger Geld angeschafft werden, erklärte Schanderl. Daraufhin ließ der Rathauschef abstimmen. Das Plenum – mit Ausnahme der FW-Fraktionssprecherin Beatrix Obst – stimmte dem Baubeschluss zu.

Der Feuerwehrkommandant Robert Klement erklärt auf Nachfrage des Tagblatts die Vorteile der Konstruktion. „An so einem Turm kann man viele Übungen – wie Anleitern, Atemschutzübungen und Schachtübungen – durchführen, die sonst nicht einfach so nachzustellen sind“, sagte Klement. Im Augenblick behelfen sich die Feuerwehrler mit selbst gebauten Übungsgeräten in ihrem Schlauchturm.

„Die Sicherheit spielt natürlich auch eine große Rolle. An dem neuen Turm können wird uns dann doppelt sichern“, erklärte Klement. „Außerdem kann man an so einem Stahlkonstrukt so gut wie nichts kaputtmachen – anders wäre das an der Amperhalle oder an der Schule.“  tel

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