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Die Helfer konnnten den unterkühlten Hund retten.

Im letzten Moment

Feuerwehr rettet ertrinkenden Hund aus eiskalter Amper

Fürstenfeldbruck - Dramatische Szenen haben sich am Mittwochabend an einem Seitenarm der Amper in Fürstenfeldbruck abgespielt. Während des täglichen Spazierganges mit ihrem Hund erlebte eine Tierbesitzerin ihre vermeintlich schlimmsten und längsten Minuten.

Der etwa 30 Kilo schwere Hund lief über die teilweise zugefrorene Amper und brach circa sechs Meter vor dem gegenüberliegenden Ufer durch die dünne Eisdecke ins eiskalte Wasser ein. Da der Hund sich aus seiner Notlage nicht mehr eigenständig befreien konnte, verständigte die Hundehalterin über den Notruf 112 die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck. 

Da der abseits liegende Einsatzort schwer zu finden war, schickte die Frau - vorbildlicherweise, wie die Kameraden mitteilen - eine Person, die die Einsatzkräfte von der Fürstenfelder Straße zur Unglücksstelle lotste. Während die Retter versuchten, zu Fuß den Hund zu erreichen, wurde zeitgleich das Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr ins Wasser gelassen. 

Wegen des niedrigen Wasserstandes, dem umher schwimmenden Treibholz und einer teilweise über mehr als 20 Zentimeter dicken Eisschicht, konnten die Helfer den Hund nicht mit dem Boot erreichen. Das Tier war laut den Einsatzkräften sichtlich am Ende seiner Kräfte, der Hund tauchte mehrfach komplett unter.

Zwischenzeitlich hatte sich ein dritter Helfer-Trupp an einer weiteren Stelle des Seitenarms durch das unwegsame Gelände gekämpft. Die Rettungskräfte befanden sich nun an der Uferböschung nahe des Hundes. Ein Feuerwehrmann robbte sich mit Hilfe einer auf dem Eis aufgelegten so genannten Steckleiter zu dem erschöpften Tier. Er packte den Hund und zog ihn aus dem Wasser. Anschließend wurde der Vierbeiner seiner laut Feuerwehr sichtlich erleichterten Besitzerin übergeben werden.

In diesem Zusammenhang weisen die Kameraden nochmals auf die Gefahren von zu dünnen und nicht tragfähigen Eisflächen hin. Dies gelte nicht nur für Zweibeiner, sagt Stadtbrandmeister Manuel Mai. Deshalb empfehlen wir Hunde in der Nähe von Eisflächen an die Leine zu nehmen und diese unter keinen Umständen zu betreten!.“

tb

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