Eishockey

Das finale Finale zum Saisonfinale

Heute geht es für die Germeringer Wanderers um alles: Nur mit einem Sieg beim finalen Abstiegsrundenspiel gegen Moosburg im heimischen Polariom bleibt das Tabellenschlusslicht nach siebenjähriger Zugehörigkeit in der Bayernliga.

Germering Die Wanderers liefern sich ab 20 Uhr ein Fernduell mit Passau und Schongau, die zeitgleich direkt aufeinander treffen. Beide Teams liegen einen Zähler vor den Wanderers. Mit den diversen Varianten (Verlängerung, Penaltyschießen) ergeben sich somit mehrere Möglichkeiten, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Sind zwei Teams in der Abschlusstabelle punktgleich, zählt heuer erstmals nicht mehr der direkte Vergleich, sondern die Tordifferenz. Hier haben aktuell die Schongauer mit einer Differenz von plus drei die besten Karten vor den Wanderers (minus fünf) und Passau (minus acht).

Klar ist: Bei einer Niederlage nach 60 Minuten geht es für die Germeringer sportlich in die Landesliga – sofern sich im alljährlichen Sommertheater mit diversen Vereinsabmeldungen nicht doch wieder völlig andere Konstellationen ergeben. So wird bereits jetzt von einer Aufstockung der Bayernliga von 14 auf 16 Mannschaften gemunkelt.

Bei einem Wanderers-Erfolg nach 60 Minuten ergeben sich zwei Szenarien: Gewinnt Passau gleichzeitig nach Verlängerung oder Penaltyschießen in Schongau, hätten die Germeringer mit Platz vier sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. Bei jedem anderen Spielausgang in der Parallelpartie stünden die Wanderers auf Rang fünf und müssten in die Relegation. Dort würde der Verlierer des bayerischen Landesliga-Finales (EV Füssen oder EC Bad Kissingen) warten.

Doch erst mal müssen die Moosburger bezwungen werden. Für den Spitzenreiter der Abstiegsrunde geht es sportlich zwar um nichts mehr – der Klassenerhalt ist bereits geschafft –, dennoch glaubt Germerings Teamsprecher Markus Degenhardt nicht an Gastgeschenke: „Moosburg wird die Partie sicher nicht mutwillig verlieren.“ Außerdem haben die Wanderers bislang alle drei Saisonspiele gegen Moosburg verloren.

Doch diese Bilanz spielt für Degenhardt keine Rolle mehr: „Die Wahrheit liegt auf dem Eis.“ Kämpfen, kratzen, beißen bis zum Umfallen, laute nun die Devise. Um der Mannschaft einen zusätzlichen Motivationsschub zu verpassen, wollen die Verantwortlichen viele Zuschauer ins Stadion locken. Aus diesem Grund haben Jugendliche mit einem gültigen Schülerausweis und Kinder bis zwölf Jahren freien Eintritt. Deshalb öffnen die Kassen bereits eine Stunde vor Spielbeginn.

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