So ein Prachtexemplar kann Florian Winklhofer vielleicht bald aus dem vereinseigenen Gewässer ziehen.  

Mitglieder wollen Abschnitt der Starzel pachten

Fischereiverein bekommt ein Gewässer

Gute Neuigkeiten beim Olchinger Fischereiverein: Nachdem die Mitglieder lange gesucht haben, haben sie nun endlich ein Gewässer in Aussicht, in dem sie fischen können. Seit ihrer Gründung im April vergangenen Jahres hatten sie sich um einen Teich bemüht.

Olching – Der noch junge Fischereiverein Olching muss nicht ohne Gewässer auskommen. Endlich haben die Mitglieder etwas in Aussicht. Wie der Vereinsvorsitzende Florian Winklhofer berichtet, handelt es sich um einen kleinen Abschnitt des Starzelbachs, der der Stadt Olching gehört. „Wir haben uns darum beworben“, sagt Winklhofer. Nun hoffen die Vereinsvorstände, dass sie innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen einen positiven Bescheid vonseiten der Stadt bekommen.

Olchings Bürgermeister Andreas Magg war bei der Gründung des Vereins im April 2016 dabei und wusste daher um die Probleme der Fischer, ein Gewässer zu finden. Schon damals sagte er dem Verein Hilfe vonseiten der Stadt zu. Laut Winklhofer gibt es bereits positive Signale in Sachen Bachabschnitt. Der Vertrag werde vorbereitet, so Winklhofer. Von den Konditionen hänge es nun ab, ob sich die Fischer die Pacht leisten können.

Bereits gepachtete Teiche nicht nutzbar

Drei weitere Gewässer hat der Verein bereits im vergangenen Herbst pachten können. Es handelt sich um einen Weiher im Fußbergmoos zwischen Thal und Überacker. Sie wurden von privater Seite an die Fischer verpachtet. Es gibt jedoch ein Problem: „Sie sind fischereirechtlich nicht nutzbar“, sagt Winklhofer.

Dass nicht gefischt werden darf, heißt aber nicht, dass der Verein die Teiche nicht nutzen kann. „Wir werden sie herrichten, dann können wir dort Fische züchten und in eine anderes Gewässer einsetzen“, so Winklhofer.

Verein organisiert 1. Fischerflohmarkt

Und die Pacht der Weiher ist noch in anderer Hinsicht von Vorteil für die Fischer. Ohne die Ausgaben könnte das Finanzamt den Verein als gewinnorientiert einstufen. Damit wäre die Gemeinnützigkeit futsch und der Verein würde steuerpflichtig.

Dass der Fischereiverein seinem ureigenen Vereinszweck – der Fischerei – wegen des bislang fehlenden Gewässers nicht nachgehen konnte, haben die Mitglieder anderweitig genutzt. So veranstalten Florian Winklhofer und seine Mitstreiter am Sonntag, 7. Mai, den 1. Fischerflohmarkt in Olching. Er beginnt ab 12.30 Uhr im Hof des Daxerhofs, Feursstraße 25. Privatpersonen können dort Fischereibedarf verkaufen oder erwerben. Nicht zugelassen sind gewerbliche Händler.

„Fischerflohmärkte gibt es leider nicht mehr viele“, sagt Winklhofer. „Hier in der Region weiß ich keinen.“ So sei man auf die Idee gekommen, eine derartige Veranstaltung aufzuziehen – zumal man vereinstechnisch noch nichts anderes zu tun habe.

„Ein Königsfischen etwa war ohne Gewässer bislang einfach unmöglich“, sagt der Vereinschef. Das könnte sich aber bald ändern, wenn der Pachtvertrag mit der Stadt unter Dach und Fach ist. (ad)

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