Fischsterben im Germeringer See

Germering - Bachforellen verenden nach einer Viruserkrankung. Besatz wird abgefischt

Die im April von Mitgliedern des Fischereiverein im Germeringer See neu eingesetzten Bachforellen sind verendet. Bei einer vom Verein in Auftrag gegebenen Untersuchung der Fischkadaver wurde der hochansteckende Erreger VHS (Virale Hämorrhagische Spetikämie) nachgewiesen. Der Virus befällt vor allem Fische der Salmoniden-Gattung, aber auch Hechte und Meeresfische. Für Menschen ist der Erreger völlig unbedenklich.

Die Virenerkrankung tritt in der Regel bei Wassertemperaturen von 7 bis 12 Grad auf; ihr Ausbruch wird durch Stress, den die Fische beispielsweise beim Transport erleiden, begünstigt. Die Fische sterben durch die Blutung innerer Organe.

Das Veterinäramt empfahl nun dem Fischereiverein, im Germeringer See die für den Erreger empfänglichen Fischarten soweit wie möglich abzufischen und den See etwa neun Monate lang nicht mit Fischen wie Forelle oder Hecht neu zu besetzen.

Der Germeringer Fischereiverein plant deshalb in Kürze mit dem Abfischen des Sees zu beginnen. Ein Termin steht noch nicht fest, wird aber – so die Stadtverwaltung in einer Mitteilung – rechtzeitig bekannt gegeben.

Vor dem Hintergrund des Germeringer Fischsterben weist das Veterinäramt im Brucker Landratsamt alle Fischereiberechtigten im Landkreis darauf hin, Phänomene, die den Ausbruch einer Fischseuche befürchten lassen, unverzüglich beim Landratsamt anzuzeigen. Fische, von denen anzunehmen ist, dass sie aufgrund einer Fischseuche verendet sind, müssen zur Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht werden.

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