Flächennutzungsplan verabschiedet

Olching stellt Weichen für die Zukunft

Olching - Das Mammutprojekt der vergangenen neun Jahre ist zu Ende: Der neue Flächennutzungsplan ist aufgstellt – ein fast schon historischer Schritt für Olching.

Ein positives Ringen um Lösungen habe seinen Abschluss gefunden. So wies Stadtentwicklungsreferent Alfred Münch (SPD) auf die „Bauzeit“ des neuen Flächennutzungsplanes von neun Jahren hin. Der Aufwand habe sich gelohnt. „Denn Olching ist lebenswert“, so Münch.

Er forderte aber auch eine ständige Fortschreibung des Planes. „Auch wenn es möglicherweise für die nächsten 20 Jahre ist, in Beton gegossen ist der Plan nicht“, sagte der Referent für Stadtwicklung. Man habe sich lediglich Leitplanken geschaffen, zwischen denen man in die Zukunft fahren könne. Ein Ziel auf dieser Strecke müsse sein, bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.

Da sieht Ewald Zachmann (FW) unter anderem auf den Freiflächen zwischen Alt- und Neu-Esting noch Entwicklungsmöglichkeiten. Allerdings müsse man sich bewusst sein, dass sich viele Wohnungssuchende dann nicht so sehr als Olchinger Bürger sehen. „Sie arbeiten und wohnen im Ballungsraum München.“ Zu dem gehöre auch Olching.

Der Druck auf Olching werde noch weiter steigen, mahnte auch CSU-Fraktionsvorsitzende Tomas Bauer. Er wies darauf hin, dass jede Wohnbebauung die entsprechende Nahversorgung nach sich ziehen müsse. „In Esting ist uns das nicht gelungen“, kritisierte Bauer. Gleichzeitig müsse noch die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang bemängelte Andreas Teichmann (FDP), es sei in dem Flächennutzungsplan nicht berücksichtigt, dass der Zuwachs im Ballungsraum München auch mehr Einwohner für Olching nach sich ziehe. „Steigerung mit uns nicht. Das ist keine Lösung für die Zukunft“, sagte Teichmann. Es sei daher absehbar, dass Mietpreise in Olching kaum mehr sozial verträglich bleiben könnten. Auch die demografische Entwicklung sei mit einbezogen worden.

„Es mangelt an Infrastruktur für Senioren.“ Eine beherzte Planung hätte sich Ingrid Jaschke (Grüne) vorgestellt. „Olching bietet auch Landschaft. Das hätte man viel mehr einbeziehen müssen.“ (hk)

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