Flieger-Genehmigung für Fursty: Hat das Luftamt doch gepatzt?

Fürstenfeldbruck - Hat das Luftamt bei der Ablehnung der von den Zivilfliegern beantragten luftrechtlichen Genehmigung für das frühere Militärgelände bei Maisach doch einen Fehler gemacht?

Unter anderem von dieser Frage wird das Urteil abhängen, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in Sachen Flugplatz FFB GmbH contra Freistaat Ende Mai verkünden will. Deutlich wurde bei der mündlichen Verhandlung am Dienstag Nachmittag aber auch: Selbst wenn das Amt gepatzt hat, werden die Zivilflieger daraus kaum Nutzen ziehen können.

Richter Erwin Allesch warf die Frage auf, ob bei der Ablehnung des Antrags nicht ein Aspekt vergessen worden sei. Nämlich der Vergleich, den der Freistaat im Jahr 1993 vor dem Bundesverwaltungsgericht geschlossen hatte. Damals ging es darum, den neuen Flugplatz München II von der Allgemeinen Luftfahrt - also kleineren Fliegern bis zu 5,7 Tonnen - weitgehend zu befreien, weil die kleinen Flieger für wenig Geld teure Slots in Anspruch nehmen. Einzelne Flieger gingen dagegen vor. Und der Freistaat verpflichtete sich, für München II Ersatz zu schaffen - was letztlich zur Gründung der Brucker GmbH und zur Mitbenutzung des damals noch militärisch genutzten Flugplatzes zwischen Bruck und Maisach führte.

Richter Allesch kündigte an, dies bei der Urteilsfindung berücksichtigen zu wollen.

(st)

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