Flieger klagen weiter gegen Maisachs Fursty-Konzept

Maisach - Die Zivilflieger haben ihren Kampf um die Schaffung eines Landeplatzes für die allgemeine Luftfahrt bei Maisach noch nicht aufgegeben.

Sie haben jetzt ihre Einwände gegen das Bebauungsplanverfahren Maisachs formuliert.

Maisach will auf dem früheren Militärgelände ein Fahrsicherheitstraining von BMW und Polizei ansiedeln sowie die Traber aus Daglfing. Außerdem soll eine Umgehungsstraße entstehen sowie ein Sportzentrum. Die Flieger dagegen wollen auf der früheren Startbahn mit Maschinen bis zu 5,7 Tonnen starten.

Sie verweisen in ihrem Einwand gegen den Bebauungsplan nun auf ihre Klage gegen die Entwidmung des Areals von seiner Eigenschaft als Flugplatz. Sollte diese Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Erfolg haben, sei Maisach die Planungshoheit entzogen. Eine weitere Klage will die Erteilung der luftrechtlichen Änderungsgenehmigung erzwingen. Die Genehmigung war vom Luftamt abgelehnt worden. Ferner ist laut Flieger-Geschäftsführer Andreas Boehl eine Normenkontrollklage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof anhängig. Diese richtet sich gegen eine Änderung des Landesentwicklungsprogramms (LEP), die der Landtag beschlossen hatte. Geprüft wird unterdessen, ob die Betreibergesellschaft auch eine Popularklage anstrengt.

In ihrem Einwand gegen den Bebauungsplan Maisachs gehen die Flieger außerdem auf die großflächige Zerstörung von Flora-Fauna-Habitat-Flächen ein, die das Maisacher Konzept mit sich bringt. Diese Zerstörung könne unmöglich zulässig sein, heißt es. Sollte der Bebauungsplan in Kraft treten, wollen die Flieger wiederum gegen diesen klagen. st

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