Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 

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Flieger rufen zu BMW-Boykott auf

Fürstenfeldbruck - Der Verband der Allgemeinen Luftfahrt Aopa ruft aus einer Homepage recht unverblümt zum Boykott von BMW auf.

Nach dem Aus auf dem ehemaligen Militärgelände in Fursty müsse sich jeder Flieger überlegen, ob er noch ein Auto der Firma fahren möchte, die statt des erhofften Flugplatzes ein Fahrsicherheitszentrum betreiben will.

Die Flieger seien zwar zu wenige, um Parteien zu beeinflussen, heißte es auf der Aopa-Homepage. „Aber wir haben ... genügend potenzielle Autokäufer, um die treibende Wirtschaftskraft hinter dem Maisacher Konzept zum Nachdenken zu bringen. Würden alle Piloten und Luftsportler auf andere Marken umsteigen, würde BMW 1125 Neuwagen im Jahr weniger verkaufen, rechnet Aopa.

BMW plant nach Angaben eines Sprechers derzeit keine rechtlichen Schritte gegen die Flieger. Man wolle sachlich bleiben. Der Vorwurf, maßgebliche Triebkraft gewesen zu sein, dass das ehemalige Militärgelände künftig nichtfliegerisch genützt werden soll, sei völlig aus der Luft gegriffen. Landtags-Vizepräsindent Reinhold Bocklet (CSU) betont, das Aus für die Flieger sei eine politische Entscheidung im Sinne der Anwohner gewesen.

Den Aopa-Vorwurf, BMW habe eine gemeinsame Nutzung des Geländes von Autobauern und Flieger torpediert, weist der Firmensprecher ebenfalls zurück. Man habe Gespräche geführt, aber keine Lösung gefunden. Jetzt, nach der Entwidmung des Flugplatzes, sei das Thema ohnehin vom Tisch.

Die Aopa hat ihre Mitglieder aufgefordert, an BMW zu schreiben. Das haben offensichtlich auch viele getan. Wer einen Standardbrief schickte, bekam von BMW eine Standardantwort zurück. Wer detailierte Fragen stellte, bekam individuelle Antworten, so der BMW-Sprecher. „Die Fragen unserer Kunden nehmen wir selbstverständlich ernst und kümmern und darum.“ (tb)

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