Fotografin Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller mit einem ihrer Bilder. Foto: tb

Flora, Fauna und Furthmühle: Naturfotografin stellt aus

Unberührte Natur – keine Pestizide oder Kunstdünger belasten die Umgebung um die Furthmühle. Dies ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Spätestens nach den Verbotsdiskussionen um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat und das damit möglicherweise verbundene Bienensterben ist das Problem mit den in der Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien in aller Munde.

Egenhofen – Doch was für eine umfangreiche Artenvielfalt vorherrscht, wenn sich die Natur frei entfalten kann, weiß kaum jemand. Das soll die Fotoausstellung „Flora. Fauna. Furthmühle – Unsere Heimat, unsere Natur“ von Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller nun ändern.

Seit Jahren fährt die Naturfotografin mindestens ein bis zwei Mal im Monat zur Furthmühle, um dort Bilder von Vögeln, Insekten und Pflanzen zu machen. Mit zwei Kameras im Gepäck, einer fast stoischen Gelassenheit und einer Menge Geduld harrt sie aus, um das perfekte Foto zu schießen. Dabei entstehen Nahaufnahmen vom Mikrokosmos vor unserer Haustür, die kaum einer kennt.

Die Fotos sind ab 2. April in der Furthmühle zu sehen. Darüber hinaus werden auf Luftaufnahmen, gemacht von einem Quadrocopter, die Landschaft und das Haus von oben gezeigt. Für Ritz-Burgstaller ist das Fotografieren in der freien Natur nicht nur ein Hobby, sondern eine Passion: „Das größte Anliegen für mich ist, den Menschen zu zeigen, was vor ihrer Haustür lebt und dass diese Vielfalt unbedingt geschützt werden muss.“

Bilderreihen über die Jagd eines Sperbers und die unterschiedlichen Verpuppungsarten der Köcherfliegenlarven sollen die Besucher nicht nur faszinieren, sondern auch bilden. Daher ist die Ausstellung auch geeignet als Ausflugsziel für Schulklassen und Heimatvereine. Im Eintritt für das Mühlenmuseum mit dazugehöriger Führung ist auch die Ausstellung enthalten. Die Bilder sind bis 26. November sonn- und feiertags von 13.30 bis 17 Uhr zu sehen. 

Start in die Saison

In der Furthmühle beginnt am Sonntag, 2. April, die neue Saison. Um 11 Uhr wird die Sonderausstellung „Flora. Fauna. Furthmühle – Unsere Heimat, unsere Natur“ eröffnet. Am Nachmittag liest Albert Donhauser „Max und Moritz auf boarisch“, musikalisch begleitet vom Josefstiftsduo Evi Schlör und Regine Kandler.

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