+
Bei der Feier im Flüchtlingsheim Don Bosco erfreute der Nikolaus auch die nichtchristlichen Kinder.

Helferkreise

Flüchtlingen ist Weihnachten nicht fremd

Germering - Die Asyl-Helferkreise haben für die Flüchtlingskinder der Germeringer Unterkünfte Weihnachtsfeiern organisiert – auch wenn es überwiegend Nicht-Christen sind. Helferkreis-Sprecherin Sylvie Karl erklärt den Hintergrund.

-Warum feiern Sie mit Flüchtlingen aus verschiedenen Kulturen Weihnachten, Frau Karl? Ist das nicht sehr schwer umsetzbar?

Weihnachten ist ein Fest, das den meisten Flüchtlingen gar nicht so unbekannt ist, wie man vielleicht im ersten Moment meinen mag. Viele Flüchtlinge haben zum Beispiel weihnachtliche Bräuche wie das Aufstellen eines Baumes, das anschließende Schmücken und Plätzchen backen fest in ihr Leben eingebunden. Das stellt dann somit nichts Ungewöhnliches dar. May Alrefai (30), eine Syrerin, hat schon in Aleppo Weihnachten gefeiert und Plätzchen gebacken. Andere, die das Fest selber nicht gefeiert haben, kennen es, weil sie in ihrem Land schon mit Christen zu tun hatten und somit früh mit den Bräuchen in Berührung kamen. Wir wollen es all denen, die es nicht kennen, es aber kennenlernen wollen, näher bringen. Die meisten kamen ja nach Europa und wussten, welche Kultur sie erwartet. Viele sind ja gerade deswegen hier her gekommen.

-Wie empfinden die Kinder die weihnachtlichen Bräuche?

Die Kinder sind begeistert. Wenn der Weihnachtsmann kommt, huscht vielen Kindern schon einmal ein verschmitztes Grinsen über das Gesicht. Man muss dazu auch sagen, dass die meisten Kinder, die auch schon letztes Jahr bei den Feierlichkeiten dabei waren, sie dieses Jahr zum ersten Mal richtig bewusst erleben können. Damals waren sie ja noch etwas zu klein dafür.

-Und wie nehmen die älteren Flüchtlinge das Weihnachtsfest an?

Den Erwachsenen gefällt Weihnachten auch sehr gut. Egal um was es geht – Baum aufstellen und schmücken, Plätzchen backen oder sich bei der Zubereitung des Essens beteiligen: Dabei sind alle mit Eifer bei der Sache und freuen sich, wenn sie in irgendeiner Form etwas zu einem ruhigen und friedlichen Weihnachtsfest beitragen können.

Michael Darchinger

Auch interessant

<center>Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)</center>

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)
<center>Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grau)</center>

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grau)

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grau)
<center>Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grün)</center>

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grün)

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (grün)
<center>Trachten-Kropfkette altsilber-farben</center>

Trachten-Kropfkette altsilber-farben

Trachten-Kropfkette altsilber-farben

Meistgelesene Artikel

Neue Kinderkrippe im früheren Bekleidungs-Discounter
Schon Mitte Mai können zehn Kinder in einer neuen Krippe betreut werden, die von der Münchner Privatinitiative Akitz betrieben wird. In der Sitzung des Hauptausschusses …
Neue Kinderkrippe im früheren Bekleidungs-Discounter
Wittelsbacher Schule feiert mit Verspätung
Sie wollten schon vergangenes Jahr feiern, doch wegen des überraschenden Todes der damaligen Schulleiterin Ruth Hellmann wurde die Feierlichkeit zum 50-jährigen Bestehen …
Wittelsbacher Schule feiert mit Verspätung
Türkenfeld könnte in Richtung Westen wachsen
Im Westen der Ortschaft könnten neue Baugebiete entstehen. Das wurde in der Bürgerversammlung deutlich, wo Planer Christian Schaser gut 100 Zuhörern den Stand der …
Türkenfeld könnte in Richtung Westen wachsen
Edeka plant Neubau auf Nachbargrundstück
Edeka in Moorenweis plant offenbar einen Neubau. Das Gebäude soll dem Vernehmen nach neben dem jetzigen Markt an der Fürstenfeldbrucker Straße entstehen. Einen …
Edeka plant Neubau auf Nachbargrundstück

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion