Programm-Vorschau

Frauen erobern das Kulturzentrum PUC

Puchheim – Pantomime, Solotheater und weibliche Künste – in der zweiten Jahreshälfte zeigen sich auf der PUC-Bühne ungewöhnliche lokale wie nationale Kulturgrößen. Dabei stehen einige Höhepunkte an.

Nach wie vor ist die Kunstszene männerdominiert. Dass es aber dennoch viele talentierte Damen im Unterhaltungsbetrieb gibt, wollen Michael Kaller und seine Kollegen aus dem Kulturamt im zweiten Halbjahr unter Beweis stellen. Frauenensembles sind daher im zweiten Halbjahr in allen Bereichen vertreten.

So zum Beispiel die „Queenz of Piano“, für deren Show extra ein zweiter Flügel auf die PUC-Bühne kommt. Oder die beiden jungen Österreicherinnen von „Flüsterzweieck“, die mit ihrem szenischen Theater-Kabarett Alltagsbeobachtungen erzählen. Besondere Frauenpower zeigt auch Bridge Markland. Die Schauspielerin und Solo-Performerin präsentiert Goethes Faust mit Handpuppen und Popmusik und mimt bei „Faust in the box“ alle Figuren selbst.

Mit Comedian und Entertainer Chris Böttcher sowie den Politkabarettisten Max Uthoff und Matthias Deutschmann besuchen Schwergewichte des Kabaretts das PUC. „Die Puchheimer lieben Kabarett“, wie Michael Kaller verrät. Daher ist im PUC auch die lokale Kabarettszene verstärkt vertreten.

Mit dem ersten Puchheimer Brettl wird in der zweiten Jahreshälfte ein neues Format ins Leben gerufen. „Im April gab es etwas Ähnliches schon einmal ohne Moderation, das wurde sehr gut angenommen“, berichtet Kulturamtsleiter Kaller. Daran wolle das PUC nun mit dem „Gesicht der Reihe“ anknüpfen: Als Moderator führt Joe Heinrich als Gastgeber, Puppenspieler und Kabarettist durchs Programm und fasst die Auftritte von Cengiz Öztunc, René Frotscher und den PrimaTonnen in einen unterhaltsamen Rahmen. Mit den PrimaTonnen stehen dabei auch beim Brettl die Damen im Fokus.

Auch das Jazzprogramm zeigt sich lokal wie international. Bei der Reihe „Jazz around the world“ sollen junge, regionale Vorbands und Hauptbands mit bayerisch-brasilianischem Choro, Orientjazz, Indie- und Weltmusik nach Puchheim kommen.

Eine ganz andere Bühnenkunst präsentiert die Compagnie Bodecker&Neander mit der Show „Déjà-vu“. „Poetisch ohne Worte“ nennt Kaller das visuelle Theater, eine Mischung aus Pantomimen und schwarzem Theater.

Zum Mitmachen und gemeinsam Feiern lädt das PUC ebenfalls ein. Vom 15. bis 17. Juli wird beim Puchheimer Stadtfest der fünfte Stadtgeburtstag begangen. Bei der 3. Puchheimer Country Nacht wird Mittelalter-Folk und Südstaaten-Blues aufgespielt. Zudem können Interessierte bei Workshops Irische Volksmusik und Weihnachtslieder gemeinsam spielen lernen.

Auch Tänzer sollen im zweiten Halbjahr das Parkett des PUC nutzen. Beim „JahreszeitenTango“ verschmelzen Konzert und Tanz: Zunächst spielt eine Band ein Konzert, danach sind Tangofreunde zum Tanzen eingeladen. Zunächst kommt im Sommer das Rolando-Battaglia-Battistessa-Trio. Es folgt im Herbst das El Piropo Trio. Beim „Tanztee“ mit der Band „Die Zwei“ können sich außerdem Standardtänzer aufs Parkett wagen.

Die Reihe „Kammermusik in Puchheim“ soll in Zusammenarbeit mit Musikern aus dem Staatstheater am Gärtnerplatz in drei Kammermusikkonzerten die Vielfalt der klassischen Kammermusik zeigen. Beim Kammerkonzert wirken Schüler der Musikschule Puchheim im Vorprogramm mit.

Für die ganze Familie zeigt das Marotte Figurentheater seine Produktion „Ali Baba und die 40 Räuber“, zudem zeigt das Papiertheater Nürnberg die „Höhlen Geschichte“ zwischen platonischem Gleichnis und kindlichem Spiel.

Das neue Kulturprogramm

Karten für die Veranstaltungen werden ab Freitag, 13. Mai, im städtischen Kulturamt, in der Buchhandlung Bräunling sowie im Internet über die Homepage www.puc-puchheim.de verkauft. Der Abovorverkauf startet am Dienstag, 10. Mai, nur im PUC.

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