Freie Wähler hätten auf Ex-Flugplatz lieber Energiepark statt Traber

Olching - Die von Maisach geplante Nachfolgenutzung des alten Brucker Flugplatzes ist in Olching nicht unumstritten. Das zeigte jetzt eine lebhafte Diskussion im Gemeinderat.

Auf dem ehemaligen Flugplatz, genannt Fursty, soll nach dem Willen der Maisacher unter anderem die Trabrennbahn des Münchner Trabrenn- und Zuchtvereins, ein Fahrsicherheitszentrum von BMW, ein Übungsgelände der Polizei und das Sportzentrum des SC Maisach entstehen. Dafür muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Im Rahmen dieses Verfahrens sollte sich jetzt auch die Nachbargemeinde Olching zu den Planungen äußern.

Mit 19:11 Stimmen sprach sich der Gemeinderat für die von der Verwaltung vorgeschlagene Stellungnahme aus: Demnach bestehen derzeit keine Einwendungen gegen die von Maisach vorgesehenen Nutzungen, soweit es nicht zu dadurch bedingten, das Olchinger Gemeindegebiet beeinträchtigenden Licht-, Lärm- und Verkehrsemissionen kommt.

Angesichts der zu erwartenden Verkehrszunahme auf der B 471 und der Staatsstraße 2345 forderte Ingrid Jaschke (Grüne) von Maisach entsprechende Lärmschutzmaßnahmen. Ihr Antrag wurde aber von der Mehrheit abgelehnt. Peter Knoll (FW-GEO) forderte, in der Stellungnahme wenigstens die Bedenken gegen die zu erwartenden Belastungen durch die Verkehrszunahme zu äußern. Aber auch dieser Vorschlag fand keine Mehrheit.

Besonders kritisch sah die FWO die Planung. Da durch die Entwidmung des Geländes die Privatflieger endgültig die Segel gestrichen hätten, wäre jetzt eine gute Gelegenheit, über die Sinnhaftigkeit des Nutzungskonzepts nachzudenken, meinte FWO-Sprecher Ewald Zachmann. Die Planung mit Trabern und BWM sei aus der Not geboren worden. Er plädierte dafür, auf dem Areal einen Energiepark zu errichten. Dadurch würde das Gelände und damit auch das Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) nicht so beansprucht. Ins gleiche Horn blies seine Fraktionskollegin Heike Lotterschmid. Die Planung müsse verbessert werden, forderte sie. Ein Energiepark sei deshalb sinnvoll, weil alternative Energien angesichts des Klimawandels unverzichtbar seien.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Tomas Bauer ärgerte sich sichtlich über die vorgebrachten Vorbehalte. Die Maisacher dazu aufzufordern, ihre Planung noch einmal nachzubessern, sei bequem, aber nicht fair, sagte er. „Wir fordern von den Nachbarn auch eine verlässliche Planung, also sollte Olching auch verlässlich sein.“ (sw)

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