S4

Freie Wähler mit der zweiten Stammstrecke versöhnt

Emmering – Eigentlich sollte es auch um die Zukunft der S-4-Strecke gehen, aber dieses Thema fiel bei einem Besuch zweier Landtagsabgeordneter der Freien Wähler (FW) an der Basis fast unter den Tisch. Diskutiert wurde bei einem Treffen im Emmeringer Bürgerhaus vor allem über die zweite Stammstrecke. Denn zu der gab es, wie Emmerings Bürgermeister Michael Schanderl beklagte, bei den Freien bisher sehr verschiedene Ansichten.

Micha

el Piazzolo, Generalsekretär der Bayerischen Freien Wähler, wies den Vorwurf zurück. Es sei allerdings Aufgabe der Opposition, auch Fakten zu nennen. Etwa die Kostensteigerungen für die zweite Röhre unter der Münchner Innenstadt.

Sein Ismaninger Kollege Nikolas Kraus hielt solche Bedenken für zweitrangig: „Auch wenn es vier Milliarden kostet, interessiert mich das eigentlich gar nicht.“ Die Pendler seien für die zweite Stammstrecke, weil sie sie brauchen. Und wer als Freier Wähler Wahlen verlieren wolle, müsse sich nur dagegen aussprechen. Ähnlich sahen es einige Zuhörer. Ein weibliches Mitglied aus dem Dachauer Landkreis glaubt nur durch den Bypass an die Möglichkeit, „unsere Autos von den Straßen zu kriegen“. Wenn München den Verkehr nicht mehr bewältigen könne, betreffe das ganz Südbayern, fand ein Landsberger Kreisrat. Der zweite Tunnel biete zudem mehr Möglichkeiten für den Regionalverkehr, etwa eine Express-Bahn vom Allgäu bis zum Flughafen.

Die zweite Stammstrecke dürfe aber nicht das Ende aller Überlegungen sein, meinte Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl. Für den Westen sei auch der Münchner Süd-Ring wichtig. Den Nord-Ring hielt wiederum ein Emmeringer Mitglied für unverzichtbar. An die S 4 erinnerte immerhin Gottfried Obermair: Vielleicht müsse der Kreistag den Ausbau erneut fordern. „Alles vernünftig,“ urteilte Piazzolo. Es sei aber auch nicht schwer, „sich hinzustellen und alles zu fordern“.  op

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Qual der Wahl geht wieder los
Das geht ja schon gut los und macht die Qual der Wahl noch aufregender. Nach nicht einmal ganz dreimonatiger Pause wählen die Fußballfans unter den Tagblatt-Lesern jetzt …
Die Qual der Wahl geht wieder los
Elijah aus Fürstenfeldbruck
Christin und Dennis Wallmann aus Fürstenfeldbruck freuen sich über die Geburt ihres dritten Kindes. Elijah wog am Tag seiner Geburt 3240 Gramm und war 51 Zentimeter …
Elijah aus Fürstenfeldbruck
Er sorgt für Ordnung in den Gemeinde-Archiven
Stefan Pfannes arbeitet in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, ist Gemeinderat in Maisach und bringt als Archivar Ordnung in so manches staubiges Kämmerlein – jetzt …
Er sorgt für Ordnung in den Gemeinde-Archiven
Eine Stadt aus einer Tonne Legosteine
Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein: Im Rahmen des Ferienprogramms haben 38 Kinder eine ganze Stadt gefertigt – aus Legosteinen. Dabei …
Eine Stadt aus einer Tonne Legosteine

Kommentare