Freinacht: Kunst in Aldi-Optik und mehr

Fürstenfeldbruck - Einige haben die Freinacht wieder genutzt, um ihre Zerstörungswut auszuleben. Anderen gelangen gute und hintergründige Scherze - bei denen nichts kaputt ging.

Eine Freinachtaktion der echt üblen Sorte gab’s in Eichenau. Rowdies haben in der Frühlingstraße eine mobile Toilette angezündet. Das Dixi-Klo wurde durch die Hitze verformt. Die Feuerwehr musste löschen. Der Schaden liegt bei rund 200 Euro.

In der Germeringer Berta-von-Suttner-Straße sind zwei Pkw-Anhänger umgeworfen worden. Die Polizei sucht nun nach den Haltern. Welchen Schaden die Unbekannten hier angerichtet haben, ist noch nicht bekannt. In der Stadt waren auch noch andere Krawallbrüder unterwegs. In der Kurt-Schumacher-Straße wurde ein Verkehrsschild abgerissen und weggeworfen. Das Vorfahrts-Zeichen wurde brutal aus der Verankerung gebrochen. Die komplette Halterung muss ersetzt werden.

In Gröbenzell und Puchheim hat es sich wohl ausgezahlt, dass die Polizei verstärkt Streife gefahren ist. Das hat Jugendliche vor übleren Streichen wie Klopapierschlangen und ähnlichem abgeschreckt, vermutet Polizeihauptmeister Christian Olschowsky. „Wir haben nur Rasiergel und Eier sicher gestellt.“

Auch im westlichen Landkreis und in Fürstenfeldbruck waren eher die Scherzkekse am Werk. Den Vogel haben sie im Kloster Fürstenfeld abgeschossen: Die schwarze Stele „Intra“ ist neu eingekleidet worden. Der sonst mattschimmernde von Wasser durchflossene Monolith zeigte sich akkurat mit Plakaten eines Discounters verhüllt. Ob da der Verpackungskünstler Christo Pate gestanden hat?

In der Kreisstadt wurde zudem die Marthabräustraße auf Höhe des Biergartens vom Brauhaus Bruck kurzerhand in Bgm.-Pleil-Str. umbenannt. Genau dort wurde der städtische Maibaum aufgestellt, und Pleil bekam die Rathausschlüssel vom bisherigen Rathauschef Kellerer überreicht. Auch andere Straßenschilder wurden überklebt.

In Hörbach wurde in der Freinacht ein kommunalpolitisches Thema aufgegriffen. Die Leute im Ort fordern schon lange ein neues Feuerwehrhaus. Das ist kein Geheimnis. Dass die Bauarbeiten im Althegnenberger Ortsteil in Kürze beginnen, dürfte aber doch den einen oder anderen überraschen. Diese frohe Botschaft verkündet ein großes Transparent, das einige Zweckoptimisten an einen alten Bagger gehängt haben.

Hörbacher Gaudiburschen waren außerdem echt international und aktuell. Sie meldeten sich in Sachen Krim-Krise zu Wort. „Annexion der Krim? Hörbach war das Vorbild!“ steht auf Zetteln geschrieben, die am Donnerstagmorgen im ganzen Ort aushingen. Hintergrund ist die immer noch nicht ganz verschmerzte Angliederung des Ortes an Althegnenberg.

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