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Die Landjugend macht mit einer Protestaktion auf die Ausmaße des geplanten Feuerwehr-Gerätehauses aufmerksam.

Protestaktion

Scherz mit ernstem Hintergrund

An Freinachtscherze ist man in Hörbach gewöhnt. Doch dieses Jahr wurde in der Nacht vor Ostern in der Ortsmitte etwas Besonderes aufgebaut.

Hörbach – Mit Holzpfosten und Absperrband wurde der Umriss eines Gebäudes abgesteckt. Es handelt sich dabei um das Grundstück, auf dem seit 25 Jahren die Hütte der Landjugend beheimatet ist. Generationen von Jugendlichen haben hier einen Treffpunkt und Rückzugsort gefunden.

Dass es damit bald vorbei sein könnte, war wohl der Anlass für die ungewöhnliche Aktion. Denn die Gemeinde überlegt, hier das neue Feuerwehrhaus zu bauen. Dabei soll zwar auf die Jugendhütte Rücksicht genommen werden. Viel Spielraum bleibt dafür aber nicht, wie die abgesteckten Ausmaße erkennen lassen. Sie zeigen die Dimension des geplanten Feuerwehrhauses.

Die Landjugend hat sich in den vergangenen Wochen besorgt darüber gezeigt, dass ihre Hütte wegen des Feuerwehrhauses versetzt werden müsste. Wenn dies zu lange dauert, befürchtet man ein Zerbrechen der funktionierenden Gemeinschaft. Sprecher Felix Hochholzer sagte vor kurzem zum Tagblatt: „Eine wochen- oder monatelange Pause wäre das Schlimmste.“ Dabei sehen die Hörbacher durchaus ein, dass ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden muss. Allerdings forderten sie bislang immer, zunächst alternative Standorte abzuklopfen. Ein Vorschlag ist ein Neubau am Ortsrand, der sich weniger auf den Charakter des Dorfes und das Ortsbild auswirkt. Ein anderer der Umbau des ehemaligen Schulhauses, das seit Jahren leer steht. Auch die Idee eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für Althegnenberg und Hörbach steht im Raum. Denn im Hauptort der Gemeinde muss das Gerätehaus der Feuerwehr ebenfalls mittelfristig um- oder neugebaut werden.

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