Das Areal an der Lena-Christ-Stra ße soll bebaut werden. Um die Ausgestaltung wird noch gestritten. Foto: garbe

Pläne für Areal an der Lena-Christ-Straße

Freistaat fordert: Gröbenzell soll effizienter bauen

Der Freistaat fordert von der Gemeinde Gröbenzell, dass sie mehr Wohnraum am Züblinzwickel schafft, als zunächst geplant. Das verzögert das Bauvorhaben auf dem Areal an der Lena-Christ-Straße weiter.

Gröbenzell– Die Bebauung des Züblinzwickels, ein Areal der Gemeinde an der Lena-Christ-Straße, mit preisgünstigen Wohnungen wird seit Jahren gefordert. Im vergangenen Jahr wurde die Bebauung dann beschlossen. Allerdings steht dort noch immer kein Stein auf dem anderen. Und bis die erste Wohnung bezogen werden kann, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen.

Der Gemeinderat hat nämlich jetzt beschlossen, die Bebaubarkeit des Areals planerisch zu überprüfen. Die Regierung von Oberbayern hatte das angeregt. Das Rathaus hatte sich mit der Behörde in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, ob und wenn ja in welchem Rahmen Zuschüsse des kommunalen Wohnraumförderungsprogramms gewährt werden könnten.

Dabei war man im Rathaus davon ausgegangen, dass in zwei Gebäuden mit Erdgeschoss, erster Etage und Dachgeschoss 23 Wohnungen, 16 Garagen und acht Stellplätze entstehen sollen. Die Gesamtkosten dafür wurden mit 7,4 Millionen angesetzt. Eine Summe, die auch die Grundstückskosten enthält. Für das Grundstück muss nämlich kein Cent mehr ausgegeben werden, da es der Gemeinde bereits gehört. Sein Wert wurde mit 3,3 Millionen Euro beziffert.

Die Regierung von Oberbayern machte dann aber klar: „Wir sehen eine Planung mit lediglich zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss eher kritisch“. Ein rentables Projekt erfordere „zwingend“ eine effiziente aber auch verträgliche Ausnutzung des Grundstücks. Der zuständige Sachbearbeiter schlug vor, entweder zwei Einzelgebäude oder ein Bauwerk jeweils mit drei Vollgeschossen zu erstellen. Voraussetzung dafür ist aber eine Änderung des Bebauungsplanes.

Denkbar ist nun, Bebauung und Bebauungsplanänderung in einem Schritt zu realisieren. Dazu wird mittels eines Wettbewerbs ein Planer gesucht, der für beides Entwürfe erstellt. Der Siegerentwurf wird umgesetzt. Ein Verfahren, das mit bis zu 60 Prozent der Kosten gefördert wird. Die Gemeinderäte waren sich über den Beschluss ohne lange Diskussion schnell einig.

Peter Falk (SPD) erhofft sich einen „zeitlich eng gesteckten Rahmen“ für den Wohnungsbau. Brigitte Böttger (CSU) hielt es zwar einerseits für sinnvoll, die Stockwerke zu erhöhen, da dies mehr Wohnraum biete. Sie mahnte aber auch, den Aspekt der Gartenstadt nicht aus dem Auge zu verlieren. (sus)

Warnung des Bürgermeisters

Gegen den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters Martin Schäfer (UWG) hatte der Gemeinderat im Februar 2017 im Rahmen der Haushaltsberatungen beschlossen, die Bebauung des Züblinzwickels in den Haushalt aufzunehmen. Schäfer warnte damals, weder 2017 noch 2018 sei das Projekt zu verwirklichen, die Verwaltung könne dies nicht stemmen. Denn in der Gemeinde wird derzeit viel gebaut, darunter die Großprojekte das neue Rathaus und ein Teil der Ährenfeldschule. Schäfer machte damals klar, in der Gemeinde könne auch an anderer Stelle preisgünstiger Wohnraum geschaffen werden, etwa in der Bahnhofstraße. Doch sein Stellvertreter Martin Runge (Grüne) widersprach, dort müsse erst noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden, für das Züblingrundstück existiere dieser bereits. Der Plan existiert auch, jedoch muss er jetzt geändert werden. (sus)

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