Richtiges Schwingen und Klettern will gelernt sein: Die Jungen zeigen den älteren Gästen auf der Jugendfreizeitanlage in Harthaus, was bewegungstechnisch alles in ihnen steckt. Trainieren können sie dort für die Trendsportart Parcour. foto: Angi kiener

Freizeitanlage in Harthaus bekommt Parcours

Germering - Germering - Die Trendsportart Parcour übt man eigentlich auf öffentlichen Plätzen aus. In Germering können Bewegungskünstler nun trainieren. Die neue Freizeitanlage in Harthaus hat dafür besondere Elemente bekommen.

Ab sofort können Kinder und Jugendliche auf einem speziellen Hindernisparcours gezielt ihre Bewegungsabläufe trainieren: Und zwar in der neuen Jugendfreizeitanlage am Harthauser S-Bahnhof, die am Mittwoch eingeweiht wurde.

Das Areal umfasst rund 6000 Quadratmeter. Neben dem Hindernispfad mit ausgetüftelten Elementen bietet die Anlage einen Beachvolleyballplatz und ein so genanntes multifunktionelles Soccerfeld mit Bande sowie eine komfortable Schaukel zum Entspannen - oder, um im Jugendjargon zu bleiben: eine coole Schaukel zum Chillen oder einfach zum zwischendurch Abhängen.

„Bei der Sportart Parcour geht es darum, zu lernen, sich im urbanen Raum elegant, sicher und natürlich mit einer Portion Coolness fortzubewegen“, erläuterte Außendienstmitarbeiter Antonius Guhm von der Firma Lappset, die für die Geräte des Pfades verantwortlich zeichnet. Was Jugendliche „in freier Wildbahn“ an Geländern, Zäunen oder Mauern spielend leicht und akrobatisch überspringen, können sie hier vorab üben. Und wenn sie im Training stolpern oder fallen, dann passiert nicht viel, denn in Germering fallen sie weich: auf einen dicken roten Gummiboden.

Und der hat eine lange Geschichte hinter sich: Die ersten Planungen für die Anlage begannen 2006, der Spatenstich war im Frühjahr 2014. „Der Grund gehört zwar der Stadt Germering, liegt aber schon auf Münchner Flur. Deshalb musste auch die Landeshauptstadt ihre Genehmigung erteilen“, erläuterte Oberbürgermeister Andreas Haas das bürokratische Prozedere. Zudem war die Errichtung der Freizeitanlage nicht möglich, so lange die Hochspannungsleitungen der Bahn nicht abgebaut waren. Die Kosten für die Anlage liegen insgesamt bei rund 275 000 Euro.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt, denn rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien hat die Germeringer Jugend nun ein neues Domizil. Hier können sich Männer und Frauen austoben, und die körperlichen Fertigkeiten in sicherer Umgebung trainieren. (akk)

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