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Hofft, die neuen Öffnungszeiten kommen gut an: Günter Zeidler, Vorsitzender des Fördervereins.

Besucher fehlen

Frust im Germeringer Stadtmuseum

Germering - Seit einem Jahr zeigt das Stadtmuseum eine Dauerausstellung über die Entwicklung Germerings. Doch an manchen Tagen kam kein einziger Besucher ins knallorange Gebäude hinterm Rathaus – frustrierend für die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Nun reagieren Museumsteam und Stadt.

Es ist enttäuschend: Das Stadtmuseum ist jeden Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet, immer ist mindestens ein Ehrenamtlicher vor Ort, um Besucher zu empfangen und auch herumzuführen. Doch manchmal kommt einfach niemand, um die zahlreichen Exponate zu sehen. Dabei ist das Stadtmuseum mit Sehenswertem ausgestattet: Die Dauerausstellung, die seit September 2014 geöffnet ist, präsentiert die Entwicklung Germerings vom ältesten archäologischen Fund bis in die Neuzeit. „Wir mussten nun einfach reagieren“, sagt Günter Zeidler, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum, der den laufenden Betrieb des Museums ermöglicht.

Denn das Team hat die Besucherzahlen des vergangenen Jahres analysiert: An drei Sonntagen kam tatsächlich kein einziger Interessierter ins Museum. Das war Ende April, Mitte Juni und Ende August. An den übrigen Sonntagen bewegten sich die Besucherzahlen im einstelligen Bereich, maximal waren 15 Besucher an einem Tag im Stadtmuseum. Für den einge teilten Ehrenamtlichen, der sich an diesem Tag extra Zeit nimmt, aufsperrt und anwesend ist, sei das oft frustrierend, sagt Zeidler. „Da bleibt einem nicht anderes übrig, als ein Buch zu lesen oder sich jemanden mitzunehmen, um sich unterhalten zu können.“

In einem Schreiben an Bürgermeister Andreas Haas (CSU) vom Oktober erklärt der Vorsitzende, dass vor allem an den Sonntagvormittagen kaum einer den Weg ins Museum findet und beantragte deshalb bei der Stadt geänderte Öffnungszeiten. Das Team des Museums wolle am Sonntag künftig erst um 13 Uhr aufmachen und dafür eine Stunde später, um 17 Uhr, wieder zusperren. „Wir wollen den Germeringern entgegenkommen und gleichzeitig uns selbst entlasten“, erklärt Zeidler.

Am Dienstagabend gab der Hauptausschuss für dieses Vorhaben grünes Licht. Die Mitglieder stimmten der Änderung zu, mit Beginn des neuen Jahres treten die neuen Öffnungszeiten in Kraft. Günter Zeidler ist froh. Denn durch die kürzeren regulären Öffnungszeiten bleibt ihm und seinem Team mehr Energie übrig, um größere Veranstaltungen zu organisieren. Denn bei derartigen Sonderaktionen, wie etwa dem Tag des offenen Denkmals, sei das Publikumsinteresse zufriedenstellend. Dann seien schon mal über 20 Personen im Museum, sagt Zeidler. Genauso sei es bei angemeldeten Führungen außerhalb der Öffnungszeiten, etwa von Vereinen oder Schulklassen.

Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr deshalb knapp 800 Personen die Dauerausstellung im Museum. Zeidler und sein Team hoffen, im nächsten Jahr werden es noch mehr.

VON CAROLIN NUSCHELER

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