Bei der Arbeit: (v.l.) Zimmerermeister Willi Huß mit seinem Vater Willi Huß sen. und Knut Grobbrügge, davor die sechs Meter langen Lärchenholz-Stämme, die die Aussichtsplattform tragen, mit den bereits montierten Stahl-Stützenfüßen. Foto: Kronenbitter

Aus fünf Stämmen entsteht der Vogelturm

Kottgeisering - Alles wartet auf Frost. Je strenger, desto besser. Dann können die Teile des Kottgeiseringer Vogelturms am Rand des Ampermooses zusammengesetzt werden.

„Alles ist vorbereitet, aber wir können die Stützen nicht zur Baustelle transportieren“, berichtet Zimmerermeister Willi Huß, der den Vogelturm baut. Die fünf Eichenholz-Fundamentpfähle, auf denen die Holzkonstruktion befestigt wird, stehen mitten im Wasser. Auch die Wiese, über die das Baumaterial transportiert werden muss, ist in weiten Teilen überflutet. „Entweder das Wasser fließt ab oder es friert so stark, dass wir über den gefrorenen Boden hinfahren können“, sagt auch Willi Huß sen., der seinem Sohn in der Zimmerei zur Hand geht. Derzeit sieht es aber weder nach strengem Frost noch nach Trockenheit aus.

Die Aussichtsplattform zur Naturbeobachtung bietet sechs bis acht Leuten in einer Höhe von 3,60 Metern Platz und kann erst dann eingepasst werden, wenn die Pfosten stehen. Ein Biberschwanz-gedecktes Schindeldach soll die Besucher vor Regen schützen und lässt die Konstruktion insgesamt sieben Meter hoch wachsen.

Der Naturbeobachtungsturm wird aus EU-Zuschüssen und Spenden finanziert. Die Einweihung ist für Mitte Juni geplant. (mjk)

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