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Mit über 40 Einsatzkräften rückten die Feuerwehren aus Germering und Unterpfaffenhofen an.

Frau schläft beim Kochen ein

Fünf Verletzte bei Brand in Germering

Germering – Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Wittelsbacherstraße sind fünf Personen verletzt worden.

Rund 50 Menschen mussten ihre Wohnungen für rund zweieinhalb Stunden verlassen. So lange dauerte der Einsatz der Feuerwehren aus Germering und Unterpfaffenhofen. Die Brandhelfer mussten nicht nur das Feuer, das in der Wohnung einer 62-jährigen Frau ausgebrochen war, eindämmen und löschen, sondern aufgrund der starken Rauchentwicklung auch das mehrstöckige Gebäude so entlüften, dass eine gefahrlose Rückkehr für die Bewohner möglich war.

In der Etage, in der der Brand ausgebrochen ist, haben Hitze und Ruß allerdings so viel Schaden angerichtet, dass vier der Appartements nicht mehr bewohnbar sind. „Da bröckelte bereits der Putz von der Decke“, sagt Michael Kleiber, Kommandant der Germeringer Feuerwehr. Die Polizei geht von einem Schaden von rund 100 000 Euro aus. Ausgelöst wurde der Brand aller Wahrscheinlichkeit nach durch Essen auf der heißen Herdplatte. Wie ein Polizeisprecher gestern auf Nachfrage bestätigte, hatte sich die 62-Jährige etwas auf dem Herd warm gemacht und war dann eingeschlafen.

Gegen 12.40 Uhr ging der Notruf über den Brand bei der Rettungsstelle ein, die sofort die Germeringer Feuerwehr alarmierte. Mit über 40 Einsatzkräften eilten die Feuerwehren aus beiden Stadtteilen an den Einsatzort. „Die Lage war anfangs nicht so gut einschätzbar“, erklärt Kleiber. Immerhin gebe es auf drei Etagen jeweils zwölf Wohneinheiten, die man habe räumen beziehungsweise durchsuchen müssen. Das Feuer war im zweiten Stockwerk des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Im Erdgeschoss befinden sich Läden.

„Wir mussten mehrere Wohnungen aufbrechen“, so der Germeringer Kommandant. Seinen Leuten sei es aber gelungen, alle Bewohner rechtzeitig aus dem Gebäude zu bringen. Dabei mussten auch mehrere Personen mithilfe der Drehleiter gerettet werden. „Viele von ihnen haben dann draußen vor der Haustür gewartet, bis wir mit dem Einsatz fertig waren.“

Die 62-Jährige erlitt bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung und wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Sie sei aber ansprechbar gewesen und konnte selbst gehen, so Kleiber. Vier weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen. Sie mussten laut Polizei nicht in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Bei dem Einsatz retteten die Brandhelfer nicht nur Menschenleben, sondern vermutlich auch das Leben der Katze der 62-Jährigen. Sie fanden das Tier in den verrauchten Räumen des Appartments. Die Katze hatte ebenfalls das giftige Rauchgas eingeatmet. „Sie hat dadurch bereits Schleim und Blut gespuckt“, sagt Kleiber. Feuerwehrkameraden brachten das verletzte Tier daraufhin zur Behandlung zu einem Tierarzt. (sw)

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