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Das Tonwerk hat bereits Anschluss gefunden: Die Telekom-Repräsentanten Bernhard Muterer (l.) und Thilo Kurtz (3.v.l.) mit Anwohner Klaus Jürgen Pohl (4.v.r.), Bürgermeister Michael Schanderl (2.v.r.), Freie-Wähler-Bezirksrat Gottfried Obermair (Germerswang, 4.v.l.) und Brucks FW-Stadtrat Georg Stockinger (3.v.r.). 

Wichtige Verbesserung

Für 70 Bewohner im Tonwerk hat das 30-Megabit-Zeitalter begonnen

Emmering - Im kleinen und abgelegenen Emmeringer Ortsteil Tonwerk wurde jetzt der Eintritt in das 30-Megabit-Zeitalter bei Kaffee und Kuchen und mit diversen Ansprachen in der alten Ziegeleihalle gefeiert. Auch die „Exoten aus dem Landschaftsschutzgebiet“, wie es ein Redner formulierte, finden nämlich wieder Anschluss an die Zivilisation.

Ein Großteil der rund 70 Tonwerkler, die im alten Firmengelände und an Heu- und Schongerweg leben, sowie mehrere Ortspolitiker waren der Einladung gefolgt. Der Glasfaser-Anschluss sei nicht für Rentner wie ihn gedacht, die drei Mails pro Woche bekämen, scherzte Klaus Jürgen Pohl, einer der Bewohner, in seiner Rede. Sondern für die jungen Leute. Die traten dann in Gestalt von Derya Cicek auf, die gleichzeitig für die Gewerbetreibenden in der Splittersiedlung sprechen konnte. Ihr Familienunternehmen, ein Hersteller von Alu-Fensterbänken, hätte ohne vernünftiges Internet keine Zukunft.

Emmerings Bürgermeister Michael Schanderl erinnerte daran, dass die Tonwerkler ihr Anliegen selbst in die Hand genommen und mit einer Unterschriftensammlung Druck gemacht hatten. Es habe ja auch nicht angehen können, dass „im Zentrum Oberbayerns“ mit Übertragungsraten von 2,5 Megabit (MB) gearbeitet werde. Den Bewohnern kam allerdings auch entgegen, dass die Telekom als mit dem Ausbau beauftragtes Unternehmen auf eine bestehende unterirdische Trasse von Bruck über die alte Rodelbahn zurückgreifen konnte. Die errechnete und schließlich von der Gemeinde übernommene Deckungslücke war mit rund 2500 Euro sogar so gering, dass sie unter die Bagatellgrenze für eine staatliche Förderung fiel. op

In den meisten Anwesen können jetzt Download-Geschwindigkeiten von 30 MB erreicht werden, einige Haushalte kommen sogar auf rund 50 MB. So bleibt vorerst nur noch ein anderer Wunsch am Tonwerk offen: Ein gescheites Netz für den Handy-Betrieb.  op

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