Beeindruckende Licht-Effekte zaubern die Künstler auf die Klosterfassade und über das Gelände. foto: voxbrunner

Fürstenfeld leuchtet wird ein riesiges Spektakel

Fürstenfeldbruck - Gänsehauterlebnis an einem tropischen Sommerabend: Die Neuinszenierung von „Fürstenfeld leuchtet“ ließ lebendig werden, was sonst eine zwar schöne, aber doch nur passive Kulisse ist.

Das Klostergelände gab nicht nur den Rahmen für die Live-Musik, Lichtinstallationen und historischen Darstellungen von über 200 Künstlern ab, sondern spielte selbst die Hauptrolle. Fulminant schon der Auftakt: Sänger des Bach-Chors und des Philharmonischen Chors präsentieren mit dem Münchner Percussion Ensemble Ausschnitte aus Carl Orffs Carmina Burana. Thomas Gropper dirigiert im voll besetzten Stadtsaalhof. Im Anschluss wandert man zur Marienkirche. Am Eingang bildet sich eine Menschentraube, und sicher nicht nur deshalb, weil es drinnen so schön kühl ist. Birgitta Klemenz, Historikerin und ausgewiesene Fürstenfeld-Expertin, gibt einen Abriss über die Geschichte der Anlage und über das tragische Schicksal der Maria von Brabant, ohne die es das Kloster wohl nie gegeben hätte. Ihr Gemahl Herzog Ludwig der Strenge stiftete es aus Reue, nachdem er seine Frau aus unbegründeter Eifersucht hatte ermorden lassen.

Maria taucht überall auf. Tiefrot leuchtet die Klostermauer hinter ihrem recht unscheinbaren Denkmal, ein Tonband erzählt ihre Geschichte. Daneben dürfen die Besucher kleine magnetische Blinklichter an einem Metallkreuz anbringen, zur Erinnerung an einen lieben Menschen. Sie werden noch tagelang weiterleuchten. (os)

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