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Die Klassenzimmer werden zu Büros umgebaut.

Wegen Raumnot

Alte Grundschule wird Rathaus-Außenstelle

Fürstenfeldbruck - Erst Grundschüler, dann Asylbewerber und bald Rathausmitarbeiter: Vor ihrem Abriss bekommt die alte Grundschule am Niederbronner Weg eine weitere Aufgabe.

Im Jahr 2005 wurde am Rathaus angebaut. Doch der Neubau platzt schon wieder aus allen Nähten. Denn die Aufgaben der Verwaltung werden mehr: Man leistet sich einen Radbeauftragten, will die Sozialberatung aufstocken, und muss die Konversion des Fliegerhorstes stemmen. Im neuen Jahr werden weitere Mitarbeiter angestellt. Die brauchen ein Büro und einen Schreibtisch.

Deshalb hat die Stadt verschiedene Optionen geprüft. Laut OB Klaus Pleil (BBV) war auch die Frage, wie lange die angemieteten Räume über dem Tengelmann genutzt werden. Auch ein Ausbau des Rathaushofs, die Sanierung und Renovierung der Dachgeschossräume war ein Thema. Und man könnte das Nachbarhaus in der Pucher Straße, in dem bis vor kurzem ein Friseur arbeitete, durch einen Neubau ersetzen. All das ist aber Zukunftsmusik und keine schnelle Lösung.

Auch das Archiv kann nicht als Büro dienen: Es hat kaum Licht, keine großartige Heizung und keine Fenster – wie es alte Dokumenten eben brauchen. Doch ein gemütliches Büro sieht anders aus.

Also kam Pleil auf die Idee, die alte Grundschule als Interimslösung zu nehmen. Seit die Asylbewerber ausgezogen sind, steht das Haus leer. Nun sollen im Erdgeschoss 25 Mitarbeiter in sieben Büros untergebracht werden. Dazu gibt es einen Sozialraum mit Küche, einen Besprechungsraum, sowie im Keller eine zentrale Registratur und Lagerräume. Den ehemaligen Gymnastik- und Handarbeitsraum könnte man an die Volkshochschule vermieten.

Parkplätze werden im Innenhof zur Verfügung gestellt. Alexa Zierl (Grüne) kritisierte die Parkerei im ehemaligen Pausenhof. Im ohnehin verkehrsberuhigten Bereich solle es keine Parkplatzmehrung geben. Herwig Bahner (CSU) verwies auf die vielen Autofahrer, die in diesem Viertel Stellplätze suchen. Die Angestellten würden nur einmal am Tag hinein und am Abend wieder hinaus fahren. „Wir werden auf die Mitarbeiter einwirken, dass möglichst viele mit dem Radl kommen“, versprach Pleil. (imu)

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