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Die Thronrede von „Queen Doris“ , so wurde Schulleiterin Doris Hübler angekündigt, passte zur heiteren und selbstironischen Stimmung einer gelungenen Abiturfeier. 

Feier im GRG

Abifeier im Graf-Rasso-Gymnasium: Der junge Adel dankt ab

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Die Abiturienten des Graf-Rasso-Gymnasiums haben sich mit einer Feier verabschiedet. Pathetische Reden blieben dabei aus. 

Fürstenfeldbruck – Zahlreiche Gedenktafeln erinnern in der berühmtesten Kathedrale Englands an große Persönlichkeiten und kluge Köpfe. Forscher, Physiker und Literaten werden geehrt an jenem altehrwürdigen Ort, dessen Namen sich der diesjährige Abiturjahrgang des Graf-Rasso-Gymnasiums (GRG) für das Motto seiner Abschlussfeier geliehen hat. „Westminster Abi – Der Adel dankt ab!“ war am Freitag in großen Lettern über der Bühne in der Aula zu lesen.

Dass in Westminster Abbey auch 38 Königinnen und Königen gekrönt worden seien: kaum der Rede wert. Würde doch jetzt in den Heiligen Hallen des GRG dreimal so vielen Schülern „mit dem Abitur-Zeugnis die Krönung verliehen“, rechnete die als „Queen Doris“ angekündigte Schulleiterin Doris Hübler vor.

Ohne pathetische Reden, dafür mit Selbstironie, Witz und Leichtigkeit zelebrierten Abiturienten, Lehrer, Verwandte und Ehrengäste das gewählte Motto. Man werde sich nun aufmachen, den Planeten zu erobern, und die „Ländereien der Grafschaft Rasso nachfolgenden Generationen überlassen“, verlasen die Absolventen Max Ewald und Helene Kohlfürst aus dem „Edikt der Abdankung“, nicht ohne den Hinweis, dass in „Abdankung auch Dank steckt“. Wem neben Lehrkräften und anderen guten Geistern der Schule auch Dank gebühre, daran erinnerte Grit Ullmann, Vorsitzende des Elternbeirates. „Niemand weiß, ob nur übersichtliche Wege warten“, aber als Eltern seien die nun weitgehend aus ihren Aufgaben entlassenen Chauffeure, Köche, Psychologen, Kühlschrankauffüller und Tröster immer da.

Abifeier im Graf-Rasso-Gymnasium: Nach dem Rasso-Exit beginnen die Lebensträume

Im Namen der Stadt wünschte Kulturreferentin Birgitta Klemenz den Absolventen „den Mut, neue Wege zu gehen, falls die alten sich als falsch herausstellen, Verständnis für andere und Freude am Leben“. Der stellvertretende Landrat Johann Wieser riet zu lebenslangem Lernen: „Rudern Sie mit Ihrem erworbenen Wissen immer weiter auf dem Strom des Lebens.“ Dabei könne man sich auch mal treiben lassen, wenn das Ziel im Blick bleibe.

Die Aufgabe, etwas Wasser in den Wein zu gießen – an Verfehlungen beim Abi-Streich zu erinnern, oder an Diskussionen über die Frage, ob bei allem lobenswertem politischen Engagement nicht „Saturdays for Future“ nachdenkenswert wären – , kam Oberstufenkoordinator Andreas Diederichs zu. Der anhaltende Applaus der Schüler machte deutlich, dass er der Richtige war, um ein paar ernste Worte zu sprechen, ohne die Stimmung zu trüben. Musikalisch untermalten Jakob Aumiller am Klavier und Linda van den Broek mit einem Gesangssolo den Nachmittag, der mit der Verleihung der Zeugnisse endete.

Nach dem „Rasso-Exit“ könnten die jungen Majestäten nun endlich starten in ihre Lebensträume, sagte die Elternbeiratsvorsitzende. Und vielleicht würden ja, wenn auch nicht in Westminster Abbey, so aber doch in den Hallen des GRG, einmal Tafeln an das erinnern, was die Absolventen erreichen.  

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