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Seine Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Welt: Der Brucker Autor Sebastian Ayernschmalz wird bald sein erstes Buch herausbringen.

Erstes Buch

Brucker Autor startet mit Fantasy-Roman durch

Als Sebastian Ayernschmalz sich bei einem Online-Kurs für kreatives Schreiben anmeldete, wollte er eigentlich nur seine Rechtschreibung verbessern. Nun  erscheint sein erster Fantasy-Roman.

In Büchern versinken, das konnte der gebürtige Baden-Württemberger schon als Kind. Wenn die Familie in den Urlaub fahren wollte, saß er Stunden vor der Abreise im Auto und las. Bereits damals dachte er sich auch selbst Geschichten aus. „Da ging es um schwarze Hunde und bärtige Männer im Wald“, erzählt der 32-Jährige und lacht.

Auch später als Erwachsener schrieb er ab und zu Ideen nieder – und die erste Fassung eines Buches, das ihm im Kopf herumspukte. Alle Verlage, denen er das Werk anbot, lehnten ab – bis auf die, bei denen man als Autor die Druckkosten selber zahlen muss. Das kam für den Brucker nicht in Frage. Nicht, dass er das große Geld machen wollte. Aber wenn man seinem Buch so gar keinen Verkaufserfolg zutraute, konnte es nicht gut genug sein, dachte er sich.

Beruflich hatte er längst eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann arbeitete er im IT-Bereich. Auch hier gab es viel zu schreiben, allerdings hauptsächlich berufliche Korrespondenz und Beiträge für Fach-Foren. Im hektischen Alltag war meist keine Zeit, das Geschriebene noch einmal durchzulesen. Als der IT-Spezialist das eines Tages doch tat, erschrak er. „Meine Mails waren schlicht und ergreifend grottig. Punkt und Komma interessierten mich offenbar nicht, mitten im Satz brach ich ab, und Rechtschreibung war mir pauschal egal.“

Für Ayernschmalz stand fest: Das musste anders werden. Er suchte nach einer Online-Schreibschule und stieß auf Rainer Wekwerth, einen deutschen Schriftsteller, der Einzel-Coachings in kreativem Schreiben anbietet. Ayernschmalz bekam die Aufgabe, Charaktere zu entwickeln und sich eine Handlung auszudenken. Dazu gab es viel Anleitung für strukturiertes Vorgehen und eine sorgfältige Planung. Der Hobby-Autor stellte fest, dass das Geschichtenschreiben zu einem großen Teil aus Vorbereitung besteht. Seine „romantische Vorstellung, dass man mit dem Laptop am See sitzt und drauflos schreibt“, musste er begraben.

Dafür sprudelten nun die Ideen nur so. Die Geschichte, die vor Jahren in der Schublade verschwunden war, nahm neu Gestalt an. Plötzlich standen die Tore zu den Fantasy-Welten seiner Jugend wieder weit offen. Und auf einmal waren 350 Seiten entstanden. Als Autor hat sich Ayernschmalz das Pseudonym L.T. Ayren zugelegt. Das Fantasy-Genre schätzt er, weil es ihm größtmögliche Gestaltungsfreiheit erlaubt und wenig Recherche erfordert.

Seine Geschichte ist in einer mittelalterlichen Welt angesiedelt, hat aber keine historischen Bezüge oder realen Schauplätze. „Das Buch spielt in einem Land, das komplett meinem Kopf entsprungen ist.“ Inspiriert haben ihn Reisen nach Irland, aber auch Spaziergänge an der Amper und im Emmeringer Hölzl.

Inhaltlich geht es um den Aufstieg und Fall eines Tagelöhners, der unbeabsichtigt in einen Wettstreit um die Nachfolge des Königs gerät. Das Ganze soll nicht nur eine spannende Geschichte sein. Entscheidungsfreiheit ringt mit Manipulation, ein Held des Volkes mit einer mächtigen Elite. Diesmal fand sich auch ein geeigneter Verlag, der das Buch mit dem Titel „Hüter der Feder“ zunächst als E-Book und im Sommer in gedruckter Form herausbringen will.

„Ich hätte nie damit gerechnet, dass das passiert“, sagt der sympathische Brucker, der früher American Football gespielt hat, nach wie vor Krafttraining macht und gerne Schlagzeug spielt. Nebenbei trainiert er andere Sportler – Menschen mit Behinderung, Leistungssportler und demnächst eine Gruppe Adipositas-Patienten. „Ich hatte selbst mal 140 Kilo“, erzählt Ayernschmalz. Fast 60 Kilo ist er losgeworden, „durch gute Ernährung und Sport – ein Wundermittel gibt es nicht“.

Geduld und Durchhaltevermögen hat er dafür gebraucht. Genau wie fürs Schreiben. „Hüter der Feder“ von L.T. Ayren erscheint im Franzius Verlag.

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