Bundestagswahl 2017

Heute wird’s ernst: Die CSU kürt ihren Kandidaten für Berlin

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Landkreis – Am Mittwochabend wählt die CSU ihren Bundestagskandidaten für den Bundeswahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau. Vier Interessenten stehen zu Wahl.

Die Bewerber heißen Katrin Mair aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, Florian Schiller, Anton Kreitmair und Georg von Hundt aus dem Landkreis Dachau. Prognosen sind schwierig – nur soviel: Eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich.

Seit Juni tingelten die vier Interessenten durch die Kreise Dachau und Fürstenfeldbruck. Begleitet von den jeweiligen CSU-Kreisvorsitzenden Bernhard Seidenath und Thomas Karmasin, stellten sie sich bei den Mitgliedern der Ortsverbände vor, besichtigten Besonderheiten der Gemeinden, etwa die Furthmühle in Egenhofen.

Bilanz aus den Vorstellungsrunden: „In Dachau waren sie besser besucht als im Landkreis Fürstenfeldbruck“, so der Eindruck von Bernhard Seidenath, CSU-Kreischef im Nachbarlandkreis. Weiter interpretieren möchte er das nicht. Er beschwört die kollektive Intelligenz der 160 Delegierten, die morgen Abend gefragt sei, um den Kandidaten zu wählen, der in den Bundeswahlkampf ziehen wird und die Chance hat, Nachfolger von Gerda Hasselfeldt zu werden.

„Alle vier Kandidaten sind geeignet“

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in Berlin hatte im April angekündigt, bei der nächsten Bundestagswahl 2017 nicht mehr anzutreten. Für die CSU begann die Suche nach einem Nachfolger. Der Brucker Kreisverband präsentierte schnell Katrin Mair, die schon 2009 beinahe über die Liste in den Bundestag eingezogen wäre. Bernhard Seidenath machte sich auf die Suche nach möglichen Kandidaten aus dem Dachauer Landkreis – und präsentierte Anfang Juni Florian Schiller, Vorsitzender der Dachauer Stadtratsfraktion, Georg von Hundt, früherer Gemeinderat in Bergkirchen, und Anton Kreitmair, Landtagsabgeordneter.

Seidenath betont, dass es keine Wahlempfehlungen gebe, auch Gerda Hasselfeldt habe bewusst keinen der Interessenten als ihren Favoriten bezeichnet. „Alle vier sind geeignet“, so Seidenath. Wer die absolute Mehrheit erreicht, gewinnt. Gelingt das beim ersten Wahlgang nicht, kommen die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen in die Stichwahl. Bei einem Patt entscheidet das Los. Wer gegen wen in einer Stichwahl antreten könnte, darüber gibt Seidenath keine Prognose ab.

Naheliegend ist, dass Katrin Mair gute Chancen hat: alleine deshalb, weil die Delegation aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck aus 85 Personen besteht, die Dachauer Delegation ist um zehn Stimmen schwächer. Auf Dachauer Seite scheint das rennen offen zu sein – ganz ohne Vorabsprachen und Wahlempfehlungen der Kreisvorstände.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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