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Testen die Löschgeräte: Markus Fischer (41) und Katja Albertshofer (43).
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Aktionstag der Feuerwehr

Retten und löschen wie die Profis

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Fürstenfeldbruck - Wie lösche ich einen Brand richtig und wie funktioniert eigentlich ein Spreizer? Das und noch viel mehr konnten die Besucher des Aktionstages der Fürstenfeldbrucker Feuerwehr live ausprobieren. Hunderte von Besuchern nutzten das Angebot.

 Wenn Personen nach einem Unfall in ihrem Auto eingeklemmt sind, rücken die Feuerwehrleute oft mit schwerem Gerät an. Mit einem hydraulischen Spreizer wird das Auto dann unsanft, aber fachmännisch geöffnet, damit der Verletzte befreit werden kann. Aber wie funktioniert ein solcher überdimensionaler Dosenöffner eigentlich? Das probierte zum Beispiel Romina Bester beim Aktionstag aus.

„Das ist schon ein mächtiges Gerät“, sagte die 42-jährige Bruckerin. „Man muss einfach nur ganz leicht draufdrücken, dann geht das durch, wie durch Butter.“ Gemeint war ein Nagel, den Bester mithilfe des Spreizers leicht und locker durch einen massiven Holzbalken trieb.

Dabei hatte sie es sogar noch relativ leicht. Das Gerät hing an einer Aufhängung. „Das ist im Ernstfall ja nicht der Fall, und dann wird der Spreizer bestimmt ganz schön schwer“, sagte die zweifache Mutter. Das verändere auch den Blick auf die Leistung der Feuerwehr. Bester war übrigens nicht nur wegen ihrer zwei Kinder gekommen, die neugierig auf die Wehr waren. „Ich bin Sicherheitsbeauftragte“, sagte sie. Da sei es gut, an den Mitmach-Stationen beim Aktionstag auch mal praktische Erfahung zum Beispiel mit dem Feuerlöscher sammeln zu können.

Das fanden auch Markus Fischer (41) und Katja Albertshofer (43), beide aus Fürstenfeldbruck. Sie griffen zum Feuerlöscher um gemeinsam einen simulierten Brand zu löschen. „Es ist schon interessant, einmal einen solchen Löscher zu bedienen“, sagte Fischer. Das sei gut, um im Ernstfall gewappnet zu sein. „Normalerweise probiert man seinen Feuerlöscher daheim ja nicht einfach so aus.“ Einen Pumplöscher, bei dem erst manuell Druck aufgebaut werden muss, hat der Brucker beim Aktionstag das erste Mal gesehen. Und auch die Erklärungen, bei welchem Brand man zu welchem Löschmittel greifen muss, fand der 41-jährige sehr interessant.

Neben Spreizer und Feuerlöscher konnten die Besucher sich aber auch bei der Ersten Hilfe versuchen oder bei Hubschrauber-Rundflügen Bruck von oben zu sehen. Die praktische Arbeit im Einsatz führten die Floriansjünger bei verschiedenen Einlagen vor. So wurde zum Beispiel ein Auto von einem Kran zehn Meter in die Höhe gezogen und dann auf den Boden fallen gelassen. Das simuliert einen Frontalaufprall bei nur 20 Stundenkilometern. So mancher Zuschauer zeigte sich vom entstandenen Schaden und der anschließenden Rettungsvorführung der Feuerwehrleute schwer beeindruckt.

Damit die Floriansjünger auch künftig immer einsatzbereit sind, wurden sie vom Landkreis und der Stadt Fürstenfeldbruck jüngst mit zwei neuen Fahrzeugen ausgestattet. Die Schlüsselübergabe durch Landrat Thomas Karmasin und OB Erich Raff fand symbolisch beim Aktionstag statt. Für alle Landkreisfeuerwehren steht der in Bruck stationierte neue, 3803 00 Euro teure Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz zur Verfügung. Er rüstet die freiwilligen Helfer unter anderem mit Atemschutzgeräten, Maskenfiltern und Chemikalien-Schutzanzügen aus.

Von der Stadt gab es außerdem einen Einsatzleitwagen für 130 000 Euro. Mehrere Funkgeräte und eingebaute EDV helfen bei der Koordination von Einsätzen direkt vor Ort. „Der Leitwagen hat sich bereits in einigen Einsätzen bewährt“, sagt der stellvertretende Kommandant Manuel Mai. Der nagelneue Gerätewagen müsse sich dagegen erst noch bewähren.

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