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Gummersbach Schwalbe Arena Hannovers Kai Häfner L gegen Gummersbachs Julius Kühn im Spiel der

Die Handballstars des VfL Gummersbach kommen zum Pokalspiel

TuS fordert im Pokal das Team des Olympia-Helden heraus

Fürstenfeldbruck - Erst am Donnerstag wird Julius Kühn aus Rio zurück in Gummersbach erwartet. Bereits am Samstag macht sich Handball-Star, der mit der deutschen Nationalmannschaft Olympia-Silber holte, mit seinem Bundesliga-Team auf den Weg nach Bruck zum Pokalauftritt.

Das muss man sich mal beim FC Bayern vorstellen: Cheftrainer Carlo Ancelotti tankt nach dem Trainingslager den Teambus auf und entsorgt den Müll. Für Martin Wild etwas ganz Normales: „Das ist nicht nur bei uns im Verein so“, sagt der Übungsleiter des TuS Fürstenfeldbruck nach der Rückkehr seiner Drittliga-Handballer vom viertägigen Trainingslager im unterfränkischen Obernburg . „Es ist alles bestens gelaufen. Wir waren mit 15 Mann dort, haben fleißig trainiert und keiner hat sich verletzt“, erzählt Wild. Dass die beiden Testpartien gegen die ehemaligen Ligakonkurrenten aus der vergangenen Runde TV Gelnhausen (27:28) und TV Kirchzell (28:32) verloren gingen, war für den TuS-Coach nur eine Randnotiz. Vielmehr stand das Einüben neuer Spielformen auf dem Programm. „Es gibt ja neue Regeln, darauf muss man sich einstellen“, sagt Wild. Besonders das bei Olympia oft praktizierte Angriffsspiel mit einem Feldspieler zusätzlich, aber ohne Torwart, dürfte ein großer Faktor in der neuen Saison werden. „Es muss kein extra Spieler mehr mit Torwarttrikot abgestellt werden. Das bietet ganz neue Möglichkeiten“, so Wild.

Der Blick richtet sich nun auf den Pokalhit mit dem VfL Gummersbach am Samstag. Um 19.30 Uhr treffen die Brucker in der heimischen Wittelsbacher-Halle auf eine der besten deutschen Handball-Mannschaften. Zuvor sind bereits die TSG Ludwigshafen-Friesenheim und der Longericher SC am Ball. Es gibt sowohl für Samstag als auch für die Final-Four-Fortsetzung am Sonntag zum Endspiel noch Karten. Das Kombiticket für beide Tage kostet 22 Euro.

„Aber gerade was unser Spiel am Samstag angeht, sollte man sich vielleicht nicht mehr allzu viel Zeit lassen“, sagt Manager Sebastian Wöller. Schließlich hat der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei Olympia in Rio das Interesse am Handball sicher nicht gedämpft. Mit dem Gummersbacher Julius Kühn wird am Samstag auch einer der Olympia-Helden in Fürstenfeldbruck erwartet. „Das war eine ganz tolle Leistung. Leider konnten wir das Spiel gegen Frankreich nicht sehen, weil wir parallel dazu gegen Gelnhausen gespielt haben“, sagt Wild. Den feucht-fröhlichen Auftritt der Nationalspieler im ZDF nach Überreichung der Bronze-Medaille fand er dagegen weniger lustig. „Da hätte man sich das eine oder andere sparen können. Aber ich weiß, wie man sich nach so einer extremen Belastung fühlt. Da fällt schon einiges ab“, so der Brucker Trainer.

Tobias Huber

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