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Wegen Statik: Lichtspielhaus gesperrt

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Die Statik des Lichtspielhaus-Dachs macht den Verantwortlichen Sorgen. © tb

Fürstenfeldbruck - Ab November wird das Lichtspielhaus für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Grund: Die Statik des Dachs macht Probleme. Die Verantwortlichen wollen kein Risiko eingehen. Die Statik ist aus heutiger Sicht unterdimensioniert, wie Hochbau-Leiter Christian Lichtenberg im Planungsausschuss auf Antrag von Andreas Lohde (CSU) erklärte.

Nach Tagblatt-Informationen fürchten Experten nicht nur winterliche Schneelast. Schon heftige Fallwinde könnten dem Dach den Garaus machen, wurde berichtet. Knackpunkt wird wohl sein, ob man das Dach von unten oder oben her ertüchtigen muss. Letzteres würde wohl bedeuten, dass man mit umfangreicheren Bauarbeiten rechnen müsste. Ein entsprechendes Gutachten soll nun eingeholt werden, so dass im nächsten Jahr ein Beschluss dazu möglich ist.

Planung kam "gut" an

Seitdem die eigentlich engagierte Architektin aus dem Rennen ist, hat die Verwaltung die Arbeiten übernommen. Die Planungen habe man mit potenziellen Nutzern und Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen, sagte Lichtenberg: „Diese wurden im Großen für gut befunden.“ Im Erdgeschoss soll es einen barrierefreien Zugang zum Gebäude, einen mittigen Zugang zum Kinosaal und in diesem eine freie Stellfläche auf einem Zwischenpodest geben. Im ersten Stock sollen die bestehenden Wohnräume als Büro und für den Aufenthalt von Künstlern dienen.

"Blauäugige Herangehensweise"

Hans Schilling (CSU) meinte, man sei „sehr blauäugig“ an die Causa herangegangen, die Grundlagenermittlung nannte er „fahrlässig“. Für das nächste Jahr schwant Schilling wenig Gutes: „Da werden uns die Augen tropfen.“ Er befürchtet, dass die Kosten über der von Lichtenberg abgegebenen Schätzung liegen. Dieser vermutet, dass zu der ursprünglich eingeplanten Million noch einmal zehn Prozent, das wären dann rund 100 000 Euro mehr, dazukommen.

Einen Schnitt könne man aber dann immer noch machen, meinte Stadtbaumeister Martin Kornacher dazu. Andreas Lohde, der den Antrag gestellt hatte, ist mit dem Ergebnis allerdings nicht zufrieden. Immer noch herrsche Unklarheit über die Folgekosten des Kino-Kaufs. Er werde weiter entsprechend nachbohren. (Fabian Dilger)

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