Die Stadt Fürstenfeldbruck erhofft sich Impulse für Bauprojekte.
+
Die Stadt Fürstenfeldbruck erhofft sich Impulse für Bauprojekte.

Hoffen auf Impulse

Stadt Fürstenfeldbruck macht mit bei großer Bauausstellung

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
    schließen

Die Stadt will sich an der Internationalen Bauausstellung im Großraum München beteiligen. Man erhofft sich davon innovative Impulse für Bauprojekte.

Fürstenfeldbruck – Die IBA der Metropolregion München steht unter dem Thema „Räume der Mobilität“ und läuft von 2022 bis 2032 (siehe unten). Ein Thema, das auch die Stadt Fürstenfeldbruck bewegt, denke man nur an die B 2. Hier könne man sich als Stadt konkrete Lösung bei Problemen erhoffen, erklärte Stadtbaurat Martin Kornacher im Planungs- und Bauausschuss. Als Beispiele nannte er neben dem Fliegerhorst auch den P+R-Parkplatz am Brucker Bahnhof und den Marktplatz. „Da merken wir täglich, dass es zwickt.“

Kornacher bat um Zustimmung. Denn dann könnten Vertreter der Stadt sich bereits in der Planungsphase einbringen und damit auch die Schlagrichtung der Ausstellung mit lenken. In einem zweiten Schritt könnte man eigene Projekte einbringen. Denkbar wäre der Fliegerhorst – wenn ein städtebauliches Konzept vorliegt. Klar ist auch: Springt die Stadt auf, muss sie sich auch finanziell beteiligen. Im Gegenzug kann sie auf Fördermittel bei der Umsetzung von Projekten oder einem Einstieg von Investoren hoffen.

Christian Stangl (Grüne).

Die Meinung im Ausschuss war geteilt. Viele sahen eine Beteiligung als große Chance, in der Stadt etwas zu bewegen. „Es wäre ein ungeheurer Werbeeffekt für die Region und den Standort Fürstenfeldbruck“, meinte Vize-Bürgermeister Christian Stangl, der die Sitzung leitete. Und je eher man sich einbringe, desto mehr könne man mitgestalten. „Wir wären doof, wenn wir uns da nicht ranhängen“, meinte Christian Götz (BBV). Alexa Zierl (ÖDP) erhofft sich einen zusätzlichen Esprit für aktuelle Projekte wie die Gestaltung des Areals Aumühle/Lände. Thomas Brückner (Grüne) sprach von Synergieeffekten für den Verkehrsentwicklungsplan. So könne man Verkehrsräume gestalten.

„Wer von der Bauabteilung soll es machen?“, gab Georg Stockinger (FW) zu bedenken. Zudem wisse man nicht, welche Kosten auf die Stadt zukommen. Das wird erst klar, wenn die Stadt sich beteiligt. „Wir haben noch mehrfach die Chance, wieder auszusteigen“, erklärte Kornacher.

Die CSU war gegen die Beteiligung. „Mir kommt es so vor, als suche die Verwaltung dringend nach Beschäftigung“, klagte Hans Schilling. „Wir fangen lauter neue Sachen an.“ Andreas Lohde sprach von Luftschlössern. Die Gestaltung des Fliegerhorstes sei eine riesige Herausforderung, dazu kämen der Viehmarkt und die Lände. Zudem stecke die Stadt in den letzten Schritten des Verkehrsentwicklungsplans. „Wenn wir Leuchtturmprojekte hätten oder etwas, mit dem wir glänzen könnten, wäre das etwas anderes.“ Die IBA schreie eher danach, dass sich der Landkreis einbringe.

Andreas Lohde (CSU).

Die IBA sei fraglos eine gute Chance, sich zu präsentieren, meinte Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP). Aber er gab eines zu Bedenken: Die Stadt wolle sich schon um die Landesgartenschau 2026 und die Bayerische Landesausstellung bewerben – beides kostet mehrere Millionen. „Wir übernehmen uns mit allen drei Projekten.“

Der Bauausschuss stimmte mit 10:4 für die Beteiligung der Stadt an der Internationalen Bauausstellung. Bruck ist grundsätzlich bereit, einen finanziellen Beitrag und eigene Projekte einzubringen. Wie hoch die Summe sein wird, werden die ersten Gespräche in den nächsten Monaten zeigen.

Darum geht es

Die Internationale Bauausstellung (IBA) gibt es seit dem Jahr 1901. Sie läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren. Dabei entstehen visionäre und zukunftsweisende Leuchtturmprojekte wie die Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Eine Region wird über zehn Jahre zu einem Versuchslabor, um neue Wege zu bestreiten – ein Ausnahmezustand, wie Stadtbaurat Martin Kornacher im Bauausschuss erklärte.

In die Planungen werden die beteiligten Kommunen und auch die Bürger einbezogen. Neben der Landeshauptstadt München sind auch die Landkreise Freising und Dachau dabei. „Will unser Landkreis nicht“, fragte Karl Danke (BBV). Man habe noch kein Signal erhalten, erklärte Kornacher. Aber die Stadt Germering denke nach.

Auch interessant

Kommentare