Über 1000 Euro für Kindermedien freuen sich (v.l) Niklas Pongratz von der Aumühle, Bibliotheksreferent Jens Streifeneder, Linda Dietzinger von der Aumühle, Vize-Bibliotheksleiterin Stefanie Vielweber, Leiterin Diana Rupprecht und Silke Mall von Bayernwerk. 

Scheckübergabe

1000 Euro für neuen Schmökerstoff

Unter dem Motto „Bibliotheken fördern lesen – wir fordern Bibliotheken“ vergibt das Energieleistungsunternehmen Bayernwerk seit über zehn Jahren den Kinderbibliothekspreis sowie jährlich 50 mit einem Preisgeld dotierte Lesezeichen an ausgewählte Einrichtungen in Bayern. Unter den diesjährigen Preisträgen ist auch die Stadtbibliothek in der Aumühle.

Fürstenfeldbruck – Bereits im Jahr 2014 konnte sich die Aumühle als eine von fünf Einrichtungen über den Kinderbibliothekspreis und damit verbundenen Scheck in Höhe von 5000 Euro freuen. Das Geld muss zweckgebunden für die Buch- und Medienausstattung der Bücherei eingesetzt werden. Dieses Mal reichte es zwar nicht zum ganz großen Gewinn, aber immerhin für ein mit 1000 Euro dotiertes Lesezeichen, das Bayernwerk-Vertreterin Silke Mall übergab. „Bewertungskriterien waren Innovation und Aktionen für Kinder und Jugendliche“, erklärte Mall. „Also alles rund um die Kinderförderung.“ Darüber habe eine unabhängige Jury entschieden. Ziel sei es, gerade im Zeitalter der Digitalisierung junge Menschen für das Lesen zu begeistern.

Bereits im Februar hat sich die Stadtbibliothek für eines der begehrten Lesezeichen beworben, berichtet Leiterin Diana Rupprecht. Mit ihrer Stellvertreterin Stefanie Vielweber hat sie sich auch schon überlegt, in was das Geld investiert werden soll. „Schwerpunktmäßig in neue Kinderbücher.“ Außerdem will sich die Bibliothek neue CDs anschaffen und Klassiker, wie zum Beispiel „Die Olchis“, nachkaufen. „Nach 90 Ausleihen sind viele Bücher hinüber“, erklärt Vielweber.

Dass Kinder und Jugendliche wieder vermehrt Bücher zur Hand nehmen, liegt den Leiterinnen am Herzen. „Die Lesefähigkeit der Kinder und das konzentrierte Lesen hat sich in den Jahren verschlechtert“, sagen beide. Oftmals würden sogar die Grundlagen fehlen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, gibt es seit einer Weile Kooperationen mit allen Brucker Grund- sowie einigen weiterführenden Schulen. Neben Klassenführungen mit den Grundschülern, jährlichen Theaterstücken und einem Rechercheprojektmit den 11. Klassen der FOS/BOS fand kürzlich ein sechstägiger Schulungskurs mit einer 5. Klasse der Mittelschule statt. „Da wurde intensiv mit Büchern gearbeitet“, berichtet Stefanie Vielweber. „Die Rückmeldung war sehr positiv.“ Gerade die Intensivierung und der Faktor Zeit sei wichtig, um das Medium Buch den Kindern wieder näherzubringen.

Einen kleinen Erfolg sieht man in der Aumühle schon, denn etwa zehn Prozent der Grundschüler hätten nach der Bibliotheksführung umgehend einen Ausweis beantragt. Sebastian Öl

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