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Hier in Bonsoukou/ Sadouri, Togo, soll eine der 10 Schulen entstehen, die der Landkreis Fürsten-feldbruck über Spenden finanzieren will.

Aktion für Afrika

1000 Schulen für eine Zukunft in der Heimat

Mangelnde Bildungschancen, Perspektivlosigkeit in der Heimat: Für viele Menschen ist das eine der Hauptursachen für die Flucht. Die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ setzt an dieser Stelle an. Der Landkreis will das Projekt nun unterstützen.

Fürstenfeldbruck – Der Landkreis Donau-Ries geht mit gutem Beispiel voran. Dort hat das Projekt seine Wurzeln, das unter der Schirmherrschaft von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) steht und gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden gestartet wurde. Bis 2020 haben sich der dortige Landrat Stefan Rößle (CSU) und seine Mitstreiter das Ziel gesetzt, in Afrika 20 Schulen zu bauen. Finanziert werden sollen diese aber nicht etwa aus Steuergeldern, sondern ausschließlich aus Spenden.

Auch Brucks Landrat Thomas Karmasin sieht Bildung als zentrale Schlüsselressource in diesen Ländern. Zusammen mit Kreisrätin Margit Kopp, die gleichzeitig Vorsitzende der PiT-Togohilfe im Landkreis ist, will er daher das Projekt unterstützen. Nutzen will man das von Kopp aufgebaute Netzwerk in Togo. Im Zuge eines Dorfentwicklungsprogrammes haben sie und ihre Kollegen eine Umfrage in verschiedenen Dörfern in Togo zu den Anliegen der Bewohner gemacht. Die meist gegebene Antwort neben dem Zugang zu medizinischer Versorgung: Eine gute Schulausbildung für die Kinder. „Afrika ist der Kontinent der Chancen, so Margit Kopp. Es gehe, so sind sich auch die beiden Landräte völlig einig, nicht darum, den Menschen dort unser Lebensideal aufdrücken, sondern bestmöglich zu helfen.

Auf die Idee zum Schulbau gekommen ist Donau-Ries-Landrat Rößle bereits 2016, nachdem er einen Vortrag von Reiner Meutsch besucht hatte, dem Gründer der Stiftung „Fly & Help“ und Hauptpartner des Projektes. Damals, erzählt Rößle bei der Präsentation im Brucker Landratsamt, war die Flüchtlingskrise akut und er stand vor der Herkulesaufgabe, die Asylsuchenden unterzubringen. Also habe er sich gedacht: „Es muss gelingen, die Fluchtursachen in der Heimat zu bekämpfen.“ Er verkaufte seinen Porsche und finanzierte so eine Schule in Malawi. Schnell fanden sich Bürgermeister, Mitarbeiter aus dem Landratsamt oder Firmen, die es dem Landrat gleichtaten und spendeten. Acht Schulen konnte man so schon bald in Afrika errichten. Gebaut wird nur dort, wo sichergestellt ist, dass die Spendengelder zweckgebunden verwendet werden. Die Errichtung einer Schule kostet im Schnitt 50 000 Euro – etwa so viel, wie die Unterbringung eines unbegleiteten Flüchtlings in einer Jugendhilfeeinrichtung pro Jahr.

Vier Grundschulen der Togo-Hilfe sind bereits in Bau, die Finanzierung steht. „Ich will zehn Schulen aus unserem Landkreis bis 2019 beitragen“, erklärt Landrat Karmasin. Rund 242 000 Euro wären dafür nötig. Der Landrat will nun im Kreistag um moralische Unterstützung werben und anschließend mit Bürgermeistern und Organisationen sprechen, die bereits jetzt Entwicklungshilfe leisten. (seo)

Landrat Karmasin hatte auch schon die Einführung eines Afrika-Soli angeregt.

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