Wegen Ausstellungen mit Strahlkraft 

11 000 Besucher in einem Jahr: Museum zieht mehr Menschen an

Fast 11 000 Büger haben das Brucker Stadtmuseum 2016 besucht. Das sind annähernd 1000 mehr als 2015, wie Museumsleiterin Angelika Mundorff am Donnerstagnachmittag mitgeteilt hat. 

Fürstenfeldbruck – Damit sei sie sehr zufrieden. Viele Interessierte aus ganz Europa angezogen habe sicherlich die größte aller Ausstellungen, in der von Mai bis September auf 600 Quadratmetern (Museum plus Kunsthaus) fast 300 Werke von Henrik Moor gezeigt wurden.

Der Maler lebte von 1908 bis zu seinem Tod 1940 in Bruck, hat aber eine internationale Vita. „Deshalb fand die Ausstellung auch über die regionalen Grenzen hinaus Anklang“, resümierte Kulturreferent Klaus Wollenberg. In den Werken spiegle sich ein halbes Jahrhundert Kunst- und Zeitgeschichte, sagte Vize-Museumsleiterin Eva von Seckendorff.

Sehr gut angekommen sei auch die Ausstellung der Bilder von Carl F. Steinheil unter dem Titel „Der fotografische Blick“. Der Künstler hatte um 1900 in Emmering gelebt und war lage Zeit in Vergessenheit geraten.

Besonder stolz sind die Mitarbeiter auch darauf, dass seit einem Jahr Museumsführungen für Flüchtlinge angeboten werden. „Viele waren ganz begeiste

rt, vor allem von den interaktiven Räumen. Sie verkleideten sich und machten Fotos, die sie in die Heimat geschickt haben“, sagt von Seckendorff. Das Projekt wolle man weiterführen. Gut angenommen würden auch die Workshops für Kinder und die so genannten Dies Romani, bei denen Lateinschüler der sechsten Klassen spielerisch die Sprache üben können. Ebenfalls bisher gut gelaufen sei ein Preisausschreiben, das noch bis März 2017 läuft, bei dem die Teilnehmer Fragen zu Exponaten beantworten sollen.

„Besonders gefreut haben wir uns über einige Schenkungen“, so Mundorff. Beispielsweise haben Verwandte von Henrik Moor dem Museum sechs Arbeiten des Künstlers vermacht. Besonders wertvoll für die Einrichtung nahe des Klosters sei auch eine Federzeichnung von Hans Georg Asam, die das Museum ersteigert hat. Es könnte sich dabei um einen Entwurf des Deckenfreskos handeln, das im Churfürstensaal zu sehen ist. Übrigens: Der Sohn von Hans Georg Asam ist Cosmas Damian Asam, der das Deckenfresko der Klosterkirche malte. Wann die Zeichnung ausgestellt wird, ist noch unklar.

Noch bis 21. April zu sehen sind ausgewählte Stücke aus der ehemals 2000 Kunstwerke umfassenden Sammlung des einstigen Hofkaplans der königlichen Landhofkirche Fürstenfeld, August Aumiller (1868 – 1929). Eine Deutschlandpremiere, die an die Ausstellung der Künstlerbücher-Sammlung von Reinhard Grüner anschließt, ist die Präsentation von französischen Graphzines, die Comic-Magazinen ähneln.  vu

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