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Jung, aber oho: Die 13-jährigen Sarah Kemmet (l.) und Veronika Droth übernehmen beim Brucker Brett’l ab sofort Führungspositionen im Vorstand. 

Mädchen werden in Vorstand des Brucker Brett’l gewählt

13-Jährige sollen Jung und Alt vernetzen

Sie sind gerade erst 13 Jahre alt, aber haben bei der Theaterbühne des Brucker Brett’l schon einiges zu sagen: Als erste Jugendliche wurden Veronika Droth und Sarah Kemmet in den Vorstand gewählt. Sie sollen die Brücke zwischen Kinder- und Erwachsenentheater schlagen.

Fürstenfelbruck – Trotz ihres jungen Alters sindSarah Kemmet und Veronika Droth schon alte Hasen auf der Bühne. Die beiden 13-Jährigen spielen seit vielen Jahren Theater. Sarah ist seit beinahe fünf Jahren Teil der Schauspielfamilie, Veronika wurde quasi hineingeboren, denn ihre Mutter steht ebenfalls auf der Bühne.

Neu ist für die beiden ihre jetzige Aufgabe: Bei der Wahl des Vorstands wurden sie als Vertreter des Kinder- und Jugendtheaters auserkoren. Birgit Tobisch-Haupt, die Hauptverantwortliche für den Nachwuchs, greift den beiden Schülerinnen anfangs noch unter die Arme.

Denn Veronika und Sarah sollen das Vereinsleben aktiv mitgestalten. „Es gilt das Motto: Jugend für die Jugend“, erklärt Tobisch-Haupt. Die Mädchen sollen ihre Ideen mit einfließen lassen, gerade wenn es um die Planung des Ferienprogramms oder um Ausflüge geht. Aber auch bei den Themen Bühnenbild und Kostüme sind sie involviert.

Veronika definiert ihre Aufgabe so: „Ich will meine Erfahrung weitergeben.“ Sarah stimmt ihr zu, kann aber nicht verheimlichen, dass sie es schön findet, wenn ihr auch die Erwachsenen mal ganz genau zuhören.

Etwa 20 Kinder und Jugendliche sind aktiv im Nachwuchstheater. Sie alle wollen, dass die beiden Mädchen künftig ihre Interessen repräsentieren. Denn sie wissen: Die zwei sollen als Bindeglied zwischen Jugend und Erwachsenen fungieren.

Doch sie haben auch eine weitere Aufgabe: Sie sollen denen, die des Bayerischen nicht mächtig sind, den Dialekt näherbringen. Denn die Stücke des Brucker Brett’l werden in bayerischer Mundart vorgetragen. „Ganz generell reden Jugendliche ja ganz anders miteinander“, sagt Heike Limmer vom Vorstand auch im Hinblick auf die Gesprächsthemen. „Sie öffnen sich eher gegenüber Gleichaltrigen.“ Das würde auch zur Motivation der jungen Theaterspieler beitragen.

Veronika und Sarah bedeutet das Theater viel. Denn hier können sie auch ihre Kreativität ausleben: „Ich schlüpfe gerne in andere Rollen“, erzählt Veronika. „Für mich sind die Verkleidungen das schönste“, sagt Sarah. Die Realschülerin liebt es, andere Personen darzustellen.

Und das ist gut so, denn: „Der Nachwuchs ist das Fundament des gesamten Vereins“, weiß Tobisch-Haupt. Um modern zu bleiben und somit immer wieder Interessierte anzulocken, ist das Brett’l auch im Internet unter der Adresse www.bruckerbrettl.de vertreten. Und natürlich dürfen sich die beiden Youngster auch hier einmischen und den Nicht-Digital-Natives Tipps in punkto Gestaltung und Inhalt der Webseite geben. (mak)

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