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ie Krux mit der Kreuzung: Nach Einführung der Rechts-vor-Links-Regel kracht es an der Ecke Feuerhaus-/Stadelbergerstraße am laufenden Band. Zuvor hatte die Feuerhausstraße seit Autofahrer-Urgedenken uneingeschränkte Vorfahrt

Brucks Problem-Ecke an der Stadelberger-Straße

16 Unfälle in sechs Monaten: Polizei alarmiert

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Es ist Brucks Problemkreuzung Nummer eins mit 16 Unfällen innerhalb von sechs Monaten. Nach Einführung der Rechts-vor-Links-Regel schrillen bei der Polizei die Alarmsignale.

Fürstenfeldbruck – Ein Crash-Schwerpunkt war die Ecke, wo Feuerhaus- und Stadelbergerstraße zusammentreffen, schon immer. Doch noch nie war es so schlimm wie seit dem Zeitpunkt, als im Juli 2017 die Regeln geändert wurden. 16 Unfälle zwischen Juli 2017 und jetzt im Januar haben die Verantwortlichen gezählt. Vorher, seit Urgedenken, hatten Verkehrsteilnehmer, die auf der Feuerhausstraße unterwegs waren, uneingeschränktes Vorfahrtsrecht. Auf der Stadelbergerstraße standen Stoppschilder. Vor der Änderung gab es zwischen Januar und Juni 2017 an der Ecke insgesamt nur drei Unfälle – deutlich weniger als seither.

Knackpunkt ist die Einführung einer Tempo-30-Zone in diesem Bereich, mit der die alte Vorfahrtsregel nicht mehr gilt. Damit haben Autofahrer massive Probleme. Täglich ist mehrfach zu beobachten, wie sie ratlos sekundenlang am Steuer grübeln, was nun zu tun ist, wenn auch noch der MVV-Linienbus im Weg steht. Martin Bosch, Verkehrsexperte in der Polizei, kann das sogar „ein bisschen“ verstehen. Es sei nun mal eine „althergebrachte Vorfahrt, die nicht so rasch aus den Köpfen zu bringen ist“. Zumal die Feuerhausstraße wesentlich stärker frequentiert wird als die bis dahin untergeordnete Stadelberger-Gerade.

Zusätzlich verschärft wird die Problematik dadurch, dass diese wiederum nur ein paar Meter weiter an der Ecke zur Polzstraße wieder zur mit Verkehrsschildern untermauerten Vorfahrtsstraße wird. Ein Umstand, der dem dort zirkulierenden Linienbus zu schulden ist. Denn der soll auf in Tempo-30-Zonen zwingend vorgeschriebener Rechts-vor-Links-Regel möglichst fließend durchkommen, so Bosch.

Grundsätzlich war die von der Stadt zu Rate gezogene Polizei zunächst von der im Juli vollzogenen Umstellung begeistert. „Doch wir sind keine Propheten“, sagt Bosch jetzt, nachdem kaum eine Woche vergeht, in der seine Beamten nicht zur Unfallaufnahme dorthin müssen. „Und deshalb wird es nun wieder politisch.“ Bereits am Dienstag will sich der im Stadtrat wieder für Verkehrsbelange zuständige Mirko Pötzsch (SPD) mit Polizei und Rathaus-Mitarbeitern bei einem Vorort-Termin Klarheit verschaffen und möglicherweise wieder Änderungen vornehmen.

Bei den Unfällen seit der Änderung wurden acht Personen leicht verletzt. Die materiellen Gesamtschäden haben fast sechsstellige Euro-Dimensionen erreicht. Gravierend war im November vor allem ein nächtlicher Crash, bei dem ein Verteilerkasten zerstört wurde und das ganze Viertel längere Zeit ohne Strom war. Bosch hat die Unfälle kalendarisch registriert: drei im Juli, vier im August, einer September („Da hatten wir schon Hoffnung, dass sich die Leute umgestellt haben“), drei im Oktober, jeweils zwei im Dezember und bislang einer im Januar. Zwar hat auch Pötzsch noch keine Ideallösung parat („Irgendwo ist immer die Krux“). Doch Bosch hält es für durchaus überlegenswert, doch wieder auf das alte Stoppschild zurückzugreifen. Die Rechts-vor-Links-Zwangsregel in der Tempo-30-Zone könne eventuell mit Tempo-30-Schildern ausgehebelt werden.

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