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Schlüsselstelle Pucher Berg: Der 31-Meter-Stamm muss rauf und um die enge Kurve. Danach haben sich die 20 Helfer eine Pause verdient. 

Starke Männer

So kam der Maibaum nach Puch

In Puch ist die Maibaum-Aktion fest in Männerhand. Und die hatten schon vor dem eigentlichen Aufstellen ordentlich zu tun. 20 starke Burschen vom Maibaumverein und der Freiwilligen Feuerwehr waren nötig, um den 31 Meter langen Fichtenstamm aus dem Wald hinterm Kloster Fürstenfeld heim nach Puch zu bringen. Und, Maibaumdiebe aufgemerkt: Er ist sicher – schließlich wird er Tag und Nacht bewacht.

Puch - Der Holtrupp hatte einen schlechten Start. Gleich zu Beginn um 7 Uhr früh musste ein Reifen vom Zugwagerl gewechselt werden. Doch nach dieser Panne lief alles wie am Schnürchen. Kurz nach dem Zwölf-Uhr-Läuten lag der Baum aufgebockt in der Maschinenhalle des Grünen Zentrums. Das erste Nadelöhr, das es zu passieren galt, war die Bahnunterführung samt Kurve unterhalb des Engelsbergs. „Rund ums Kloster war viel los, aber wir sind trotzdem gut durchgekommen“, erzählt Benny Krois von der Feuerwehr. Es ging über Fürstenfelder- und Rothschwaiger Straße und dann vorbei am ehemaligen Stockinger-Kieswerk. 

Dann kam die Schlüsselstelle: der Pucher Berg. Wohl jeder Fahrschüler bekommt bei diesem Namen Schweißausbrüche. Doch Anfahren am Berg mit einem 31-Meter-Baum im Schlepptau, inklusive Rangieren in der Kurve ist noch eine andere Nummer. Oben gab’s dann erstmal eine kurze Verschnaufpause, direkt neben dem alten, in Stücke gesägten weißblauen Vorgänger-Baum. Zuletzt hieß es, den Stamm durch die Eingangstüren des Grünen Zentrums zu bugsieren. Das war echte Zentimeterarbeit. Iim Innenhof musste er nochmal gedreht werden, damit er in die Halle passte. „Aufpassen“, tönte es vom Ende des Baums. „Wir passen doch die ganze Zeit auf“, antworteten die Helfer vom anderen Ende. 

Und: „Hebt’s’n o!“. Bis zum Aufstellen – natürlich auch mit Muskelkraft – muss der Stamm gehobelt, geschliffen, bemalt und mit Schildern, Kranz sowie Fahne geschmückt werden. Und Wacheschieben: „So schwer, wie der reinzukriegen war, wird es für Diebe eh schier unmöglich ihn zu klauen“, sagt Vorsitzender Christian Braumiller.  (akk) Hier eine Übersicht über die Maifeiern der Region. 

 

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