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Die Kinder aus den Brucker Grundschulen haben mit Lehrern und Eltern gebastelt. Jetzt sind ihre Kunstwerke in der Sparkasse zu sehen. 

Ausstellung bis zum 13. Dezember

250 Luzienhäuserl – ein neuer Rekord

Da würde der Heiligen Lucia sicher das Herz aufgehen, wenn sie sehen könnte, mit wie viel Kreativität und Liebe zum Detail die Schüler der Grundschule an der Philipp-Weiß-Straße, der Grundschule Mitte am Theresianumweg und – erstmals – der Grundschule Nord ihr zu Ehren auch in diesem Jahr wieder bunte Luzienhäuserl gebastelt haben.

Fürstenfeldbruck – 250 Bauwerke im Miniformat sind es diesmal. Das ist ein Rekord. Bis 13. Dezember werden die Luzienhäuserl in der Sparkassen-Filiale am Marktplatz ausgestellt. Die Kunstwerke der Kinder reichen vom Rathaus und der Stadtbibliothek in Fürstenfeldbruck über die Allianz Arena im Münchner Norden bis hin zur Elbphilharmonie in Hamburg.

Als Materialien wurden überwiegend Holz, Pappe, Karton, Moos oder Watte verwendet. Für einen ganz besonderen Rohstoff hat sich hingegen Lenny aus der Philipp-Weiß-Grundschule entschieden: Zucker. Seine Burg, die er zu Hause selber gebaut hat, besteht aus nicht weniger als vier Kilo Würfelzucker. „Das habe ich letztes Jahr bei meinem Cousin gesehen“, so erklärt der Viertklässler, wie er auf die Idee gekommen ist.

Wie man das Brucker Eisstadion mit ganz einfachen Mitteln überdachen kann und wie es dabei optisch auch noch gut aussieht, zeigt Titus aus der Grundschule Mitte. Und wer weiß, vielleicht lässt sich der ein oder andere Entscheidungsträger davon inspirieren.

In Gruppenarbeit haben heuer erstmals Schüler der Grundschule Nord sechs Luzienhäuschen gebastelt. „Wir dachten uns, wir versuchen es auch mal“, so Lehrerin Iris Gotzig. Den Schulen geht es nicht nur ums Baasteln, sondern um den Brauch an sich. „Die Entstehungsgeschichte gehört dazu“, sagte Christine Widmann, Konrektorin der Grundschule Mitte.

Durch anschauliches Erzählen wird den Kindern die Legende der Heiligen Lucia nähergebracht, die 1785 die Gebete der Brucker erhört haben soll, die sich vom Hochwasser der Amper bedroht sahen. „Zudem werden wir eine Geschichte lesen, in der ein Junge vom Jahr 1949 erzählt.“ Damals wurde der Brauch, der seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr gepflegt worden war, wieder zum Leben erweckt.

„Ich finde es klasse, dass Sie mit den Kindern das alte Brauchtum weiterleben lassen“, lautete das Lob der stellvertretenden Filialdirektorin der Sparkasse, Angela Thorwirth, für die Lehrer. Das Luzienhäusl-Basteln sei für sie immer der erste Schritt zum Weihnachtsgefühl. Oberbürgermeister Erich Raff freute sich über die vielen Kunstwerke. „Ich bin begeistert, was ihr euch alles ausgedacht habt.“ Zum Schluss erzählte er noch eine Anekdote vom letztjährigen Luzienhäuschen-Schwimmen. Da habe er aus Versehen beim Anzünden der Kerzen in den kleinen Häuschen einen Wattebausch abgefackelt. „Das Feuer haben wir mit dem Weihwasser des Pfarrers gelöscht.“ Sebastian Öl

Die Luzienfeier beginnt

traditionell am 13. Dezember um 17.30 Uhr vor der Leonhardikirche in der Brucker Innenstadt, nahe der Amperbrücke. Nach der Segnung der Häuschen und dem Anzünden der Kerzen ziehen die Schüler amperaufwärts. Dort setzt die Wasserwacht die Luzienhäusl ein.

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