+
Starten ins Berufsleben: 36 junge Leute wurden jetzt bei der Kreishandwerkerschaft freigesprochen.

Freisprechung

36 junge Menschen mit besten Berufsaussichten

  • VonDieter Metzler
    schließen

Drei Dutzend junge Menschen sind diese Woche mit der Freisprechung in ihr Leben als Handwerker gestartet. In Zeiten des Fachkräftemangels haben sie genau die richtige Entscheidung getroffen, betonte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl.

Fürstenfeldbruck – Die 36 jungen Leute dürfen sich nun Gesellen nennen, ihre dreijährige bis dreieinhalbjährige Lehrzeit ist vorüber. Bei der Freisprechungsfeier händigte Kreishandwerksmeister Harald Volkwein den Jung-Gesellen vor zahlreichen Vertretern aus Politik, Handwerk, Schulen, Banken und Wirtschaft die Gesellenbriefe aus. Zusätzlich ausgezeichnet wurden die Besten der fünf Innungen sowie die elf Gewinner des Anton-Hoch-Gedächtnispreises und die Sieger der „Guten Form“. „Kein einziger der Ehrengäste ist heute wegen mir da, sondern alle wegen Ihnen. Sie stehen heute im Mittelpunkt“, sagte Volkwein.

Es sei das erste Mal seit Jahren, dass die Zahl der Freigesprochenen unter 40 liegt. Das sei besorgniserregend, meinte Volkwein. „Wenn wir nicht aufpassen, werden über kurz oder lang einige Handwerksberufe verschwinden und durch Zusammenlegen von Schulstandorten unser hochgelobtes duales Ausbildungssystem ins Schwanken geraten.“

Bei seinem Grußwort wandte sich Landrat Thomas Karmasin direkt an die Gesellen: „Sie schauen zurück auf eine der besten, wahrscheinlich die beste Ausbildung weltweit. Sie haben jetzt die besten Chancen, größtmögliche Erfolgsaussichten, dazu wünsche ich Ihnen alles Gute.“

Karmasin forderte die Absolventen aber auch auf, sich gesellschaftlich einzubringen und ehrenamtlich zu engagieren. Die Leiterin der Berufsschule, Andrea Reuß, attestierte den Absolventen „phänomenale Berufsaussichten“. Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, bezeichnete die Absolventen als Zukunft und die Hoffnungsträger für das Handwerk.

Zu den Eltern meinte Peteranderl, dass sie Mut bewiesen haben und stolz auf ihren Nachwuchs sein können. „Sie haben sich richtig entschieden und ihre Nachkommen nicht aufs Gymnasium geprügelt.“ Leider sei es keine Selbstverständlichkeit heutzutage, dass junge Menschen einen Handwerksberuf erlernen. „Sie müssen für Ihren Beruf „brennen“, dann werden Sie Erfolg haben“, gab Peteranderl den Jung-Gesellen zum Abschluss mit auf den Weg. Mit der „Bayernhymne“, gespielt von der Musikgruppe „Handgemacht“, endete die Freisprechungsfeier. 

Die Innungsbesten: Bau-Innung: Matthias Schneider (Pfaffenhofen), AG: Gabriel Gaier (Althegnenberg); Friseur-Innung: Linda Matthes (Olching), AG: Günther Fuchs (Olching); Metzger-Innung: Rita Maria Robeller (Vogach), AG: Metzgerei Eberl (Hattenhofen) Maler- u. Lackierer-Innung: Naomi Dostal (Althegnenberg), AG Müller GmbH (Gröbenzell) Schreiner-Innung: Florian Steinerstauch (Mittelstetten), AG Anton Huber (Steinbach)

Die Anton-Hoch-Gedächtnispreisträger: Matthias Schneider (Pfaffenhofen), Daniel Jahr (Fürstenfeldbruck), Linda Matthes (Olching), Franziska Schindlbeck (Moorenweis), Larissa Schrimpf (Emmering), Rita Maria Robeller (Vogach), Manuel Wimmer (Türkenfeld), Bernhard Bals (Mammendorf), Florian Steinerstauch (Mittelstetten), Christian Walch (Maisach), Simon Braumiller (Fürstenfeldbruck).

Sieger „Gute Form“ – Schreiner-Innung: 1. Bernhard Bals (Mammendorf) 2. Patrick Nemeth (Olching) Anerkennungspreis: Florian Biebel (Eichenau)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare