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Sie haben sich eine Pause verdient: Die Absolventen der Zweige Wirtschaft und Soziales haben ihr Abitur in der Tasche. 

Zeugnisse bei Feier erhalten

Brucker Abiturienten starten durch ins Studium oder Berufsleben

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578 Absolventen der Fach- und Berufsoberschule Fürstenfeldbruck haben ihre Zeugnisse erhalten. Im feierlichen Rahmen wurden sie verabschiedet. 

Fürstenfeldbruck – Mit Bavaria One wollte Bayerns Ministerpräsident hoch hinaus. Aber was ist schon Söders Traum einer weiß-blauen Weltraum-Mission gegen durchstartende Abiturienten? Und so stand die Abifeier der Absolventen der Brucker FOS/BOS unter dem Motto „Abivaria One – Mission Zukunft“.

Bei den Schlagworten Schüler und Zukunft denkt man dieser Tage fast automatisch an die „Fridays for Future“-Bewegung. Klar, dass diese auch bei der Abschlussfeier der FOS/BOS zur Sprache kam. Vor den 448 Abschlussschülern der Fachoberschule und ihren 130 Berufsoberschul-Kollegen – 86 machten das allgemeine, 44 das fachgebundene Abi – bezeichnete OB Erich Raff den Tag der Zeugnisübergabe als den „Friday for Future“ für die Schüler, weil an diesem Tag der Grundstein für ihre berufliche Zukunft gelegt werde.

Vize-Landrätin lobt das Engagement der jungen Menschen

Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler zeigte sich beeindruckt, dass die Absolventen freiwillig weiter die Schulbank drückten oder – im Falle der BOS – sogar aus dem Beruf zurückkehrten, um ihr Abitur zu erlangen: „Sie haben gezeigt, dass Sie bereit sind, um einiges mehr zu geben, als unbedingt notwendig ist.“ Genau solche jungen, engagierten Menschen brauche man in Deutschland.

Gespannt lauschten die Absolventen der Zweige Technik und Gesundheit sowie des Dualen Studiums den Reden.

Doch an ihren künftigen Beitrag zur Wirtschaft wollten Franziska Merkl und Adrian Fuchs in ihrer Abirede erst einmal nicht denken. Bei ihnen stand vielmehr Urlaub im Mittelpunkt. „Wir stehen vor der schönsten freien Zeit, können machen, was wir wollen, und sind frei“, sagte Fuchs. Erst danach würden einige feststellen, dass das Leben an der Uni vielleicht härter wird als bisher. Sehnsucht nach der Schule werde sich wahrscheinlich nicht einstellen. „Wir werden aber trotzdem gerne zurückdenken.“

Mancher Lehrer äußerte Kritik

Dabei war der Weg zum Abschluss für den einen oder anderen wohl nicht der einfachste. Denn wie Merkl sich erinnerte, hätte man von so manchem Lehrer gesagt bekommen, der diesjährige Abschlussjahrgang sei der Tiefpunkt seiner Karriere. „Und trotzdem stehen wir nun hier“, sagte die Schülerin vor der Zeugnisübergabe. Fuchs gab sich mit der Schulzeit letztlich sowieso versöhnlich. Bei den vielen Studienfahrten unter anderem nach Frankreich, Israel, Spanien aber auch national nach Hamburg hätten die Schüler „eine super Zeit gehabt“.

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Ganz so kritisch wie die zitierten Lehrer sah Schulleiterin Monika Pfahler die Leistungen ihrer Schützlinge nicht. Sie meinte jedenfalls, den Absolventen stünde nun eine Pause zu. Danach aber sollten sich die ins Studien- oder Berufsleben entlassenen so positiv weiterentwickeln wie bisher. „Ich sage es auf abivarisch“, erklärte Pfahler in Anlehnung an das Abimotto. „Auf geht’s, packt’s es und habt’s ein schönes Leben.“

Den Auftakt des Abschlussfeier-Reigens machten die Schüler der FOS 13 und BOS 12. Sie erhielten ihre Zeugnisse.

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