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Axel Lämmle verlässt die SPD und geht zu den Linken.

Das aktuelle Interview

Abschied von der SPD: „Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten“

Nach 30 Jahren Mitgliedschaft in der SPD, 15 Jahren im Brucker Stadtrat sowie einer Periode im Kreistag ist der ehemalige Bürgermeisterkandidat der Brucker Sozialdemokraten, Axel Lämmle (47), aus der Partei ausgetreten und den Linken beigetreten. Das Tagblatt hat nachgefragt.

-Herr Lämmle, warum haben Sie die SPD verlassen? Gab es schon Reaktionen aus Ihrer bisherigen Partei?

Lämmle: Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich beobachte schon seit Jahren, dass sich die SPD von sozialdemokratischen Kernthemen abgewendet hat und ein „Zurück“ nicht in Sicht ist. Es wurde immer der Ruf nach Erneuerung laut, aber die wird es in der erneuten Umarmung mit der Union unter einer Kanzlerin Angela Merkel nicht geben. Reaktionen gab es schon, die meisten nach dem Motto „Wir können dich verstehen“. Einige haben den Schritt auch gemacht beziehungsweise überlegen es sich, selbst aus der SPD auszutreten.

-Welche Faktoren haben Sie bewogen, der Linken beizutreten?

Lämmle: Ich bin ein politischer Mensch und möchte mich deshalb parteipolitisch engagieren und organisieren. Und wenn man aus der linken Opposition der SPD austritt, gibt es auch nicht viele Alternativen (lacht). Das heißt aber nicht automatisch, dass ich die Linke kritiklos gut finde. Aber die Schnittmenge mit linken Inhalten ist definitiv am größten.

-Haben Sie vor, einen Ortsverband der Linken in der Politik in Fürstenfeldbruck zu gründen und selbst wieder in die aktive Politik zurückzukehren?

Lämmle: Ein politisches Comeback wird es nicht geben. Ich habe mich damals aus zwei Gründen aus der Kommunalpolitik verabschiedet: Erstens war ich lange genug dabei, zweitens wollte ich mehr Zeit für die Familie haben. Was mich aber durchaus reizt, ist einen Ortsverband der Linken in Fürstenfeldbruck aufzubauen, zusammen mit anderen engagierten Linken. Denn es ist fast schon peinlich, dass es in einer Stadt wie Fürstenfeldbruck bislang keinen Ortsverband dieser Partei gibt. Es gibt schon erste Rückmeldungen von Leuten, die von der Idee begeistert sind. Ich werde mir das jetzt in Ruhe anschauen und dann beim Kreisverband der Linken vorfühlen.

Das Interview führte
Sebastian Öl

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