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Adi Wirth wird 90: Faible für den Porsche und das Angeln

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90 Jahre ist Adi Wirth geworden. Zum Jubeltag gratulierten Ehefrau Edith und OB Erich Raff. © Weber

Adi Wirth hat das politische Leben in Bruck viele Jahre mitgeprägt. 37 Jahre saß er im Stadtrat, war unter Max Steer zunächst Dritter Bürgermeister, dann zwölf Jahre Vize-Bürgermeister unter Eva-Maria Schumacher und Sepp Kellerer. Nun feierte Wirth seinen 90. Geburtstag.

Fürstenfeldbruck – Kaum hat sich der Jubilar hingesetzt, um von seinem Werdegang zu erzählen, läutet schon wieder das Telefon oder die Türklingel. Alle wollen dem Jubilar gratulieren. Auch OB Erich Raff, der die Glückwünsche im Namen der Stadt an seinen früheren Stadtratskollegen überbringt.

Adi Wirth ist ein echter Brucker. Vor 90 Jahren erblickte er in der Entbindungsstation an der Aumüllerstraße das Licht der Welt. „An einem Kirchweihsonntag. Das war damals ein halber Feiertag.“ Wirth, dessen Eltern zuerst in der Pucher-, später in der Kapuzinerstraße wohnten und 1937 ein Eigenheim in der Mühlfeldstraße errichtet haben, besuchte die damalige Volkshauptschule. An der Oberrealschule München-Pasing machte er 1948 das Abitur und begann dann sein Studium zum Bauingenieur an der TU München.

„Eigentlich wollte ich aber Pilot werden“, erzählt Wirth. Deswegen habe er auch eine Segelflug-Ausbildung in Oberalting und Paterzell absolviert. „Ich habe im Fliegerhorst sogar die Wehrfliegertauglichkeit erhalten.“ Doch mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges schlug er eine andere Laufbahn ein und wurde 1960 an die Hochschule für angewandte Wissenschaften berufen. 1978 ernannte ihn Kultusminister Hans Maier zum Professor.

Zu dieser Zeit saß der Jubilar für die Freie Wählergemeinschaft schon im Stadtrat, unter anderem war er Referent für Bauwesen. 1990 wurde Wirth als Zweiter Bürgermeister vereidigt und blieb es bis zu seinem Abschied aus dem Stadtrat im Jahr 2002. In dieser Zeit hat Wirth wichtige Projekte vorangetrieben: So war er Preisrichter beim Wettbewerb für die Gestaltung Fürstenfelds und hat im Erholungsförderverein darauf gedrängt, dass die Stadt und zum Teil der Bezirksfischereiverein das Pucher Meer erwerben.

Das Angeln ist nach wie vor eine große Leidenschaft von Adi Wirth. Genauso wie das Porschefahren mit seinem roten 911-er. Politik verfolgt der ehemalige Feldhandballer des TuS nur noch in der Zeitung, „auch wenn es natürlich manchmal noch juckt“. Doch lieber genießt er die Zeit mit Ehefrau Edith, mit der er nächstes Jahr 50 Jahre verheiratet ist, sowie den drei Kindern und vier Enkelkindern. seo

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