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„Fürstenfeld ist bunt“: Das Veranstaltungsforum änderte die Schrift der Leuchtsäule. 

Fürstenfeld

AfD mit scharfen Angriffen – Friedliche Gegendemo vor Kloster

Während vor den Toren des Veranstaltungsforums rund 300 Demonstranten ein Zeichen gegen rechtsextreme Politik setzten, verfolgten am Dienstagabend rund 150 AfD-Anhänger den Auftritt des Parteivorsitzenden Jörg Meuthen. 

Fürstenfeldbruck – Der griff während seiner Rede die politische Konkurrenz scharf an und erntete dafür Standing Ovations.

Mit Trillerpfeifen und diversen Spruchschildern gegen Rechts wurde der AfD-Vorsitzende bei seinem Auftritt in Fürstenfeld begrüßt. Das Veranstaltungsforum reagierte auf die Demonstration mit einer Änderung im Text der elektronischen Werbesäule vor dem Haus: „Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ist bunt“ stand auf der Spruchsäule zu lesen. Wie Norbert Leinweber, Leiter des Veranstaltungsforums, erklärte, habe man keine Möglichkeit gehabt, die AfD abzuweisen: „Entweder wir lassen alle politischen Parteien zu oder keine.“

Bei seiner Rede griff Meuthen indessen vor allem Bundesinnenminister Horst Seehofer für dessen Aussage, die AfD seien Staatszersetzer, scharf an. Nicht seine Partei sei es, „es ist die Herrschaft des Unrechts, die den Staat zersetzt“. Der Rechtsstaat funktioniere – im Kleinen. „Wenn ich geblitzt werde, dann klappt der Rechtsstaat wunderbar.“ Im Falle von Hunderten von illegalen Einwanderern sei dies nicht der Fall.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sei die Hohepriesterin des Zynismus, Seehofer wie auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete Meuthen als „Luftnummern“. Auf den Vorwurf der politischen Gegner, die AfD sei eine Ein-Themen-Partei, die sich nur mit dem Asyl befasse, ratterte Meuthen stakkatoartig weitere Ziele seiner Partei herunter, darunter die Stärkung der direkten Demokratie durch Volksentscheide. Wieder in Zusammenhang mit dem Thema Migration kündigte er in Richtung Berlin an: „Wir werden nicht aufhören, egal was die tun.“

Die Demo draußen vor dem Kloster hatte Margot Simoneit vom Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ mitorganisiert. Sie sagte: „Wir sind hier, weil wir nicht tatenlos zusehen wollen, wie eine rechtsradikale Partei in den bayerischen Landtag einzieht.“

Auf den Plakaten der Demonstranten stand etwa „keine Meut(h)erei der Demokratie“, „kein brauner Vogelschiss in FFB“ oder „keine braunen Meuthen in FFB“. Auf einem weiteren Plakat stand zu lesen: „AfD tut weh“.

Aus Sicherheitsgründen war den Demonstranten ein Areal etwas abseits des Eingangs zum Fürstenfelder Veranstaltungsforum zugewiesen worden. Die Polizei bezeichnete die Demo auf Nachfrage als friedlich.  ad

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