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Pandemie und Krieg: Der Afrika-Laden muss schließen

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Von: Ingrid Zeilinger

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Bis Mitte Februar sind die Regale im Afrika-Laden noch mit Lebensmitteln und Kunsthandwerk gefüllt. archiv
Bis Mitte Februar sind die Regale im Afrika-Laden noch mit Lebensmitteln und Kunsthandwerk gefüllt. archiv © weber

Wegen der Pandemie und des Kriegs blieben und bleiben die Kunden im Brucker Afrika-Laden aus. Der Räumungsverkauf läuft.

Fürstenfeldbruck – Edle Fruchtsäfte, Lebensmittel, Holz- und andere Kunstarbeiten und natürlich Espresso sowie Kaffee – alles fair erzeugt aus dem Togo: Mit diesen Produkten hat die Aktion PiT-Togohilfe vor drei Jahren ihren Afrika-Laden am Viehmarktplatz eröffnet. Doch Corona-Pandemie und Energiekrise brechen dem kleinen Geschäft nun das Genick. Der Räumungsverkauf läuft, Mitte Februar schließen die Türen endgültig.

Zu wenig Umsatz

„Wir haben zu wenig Umsatz und zu wenig Kunden“, berichtet Inhaber Andy Kopp, Sohn der Vereins-Gründerin Margret Kopp. Nach der Eröffnung im Herbst 2019 sei es anfangs gut gelaufen. Doch dann kam die Corona-Pandemie und auch der Afrika-Laden war monatelang geschlossen. „Ich musste wieder von vorne anfangen“, erzählt Kopp.

Um den Verlust aufzuholen, hätten die Umsätze deutlich höher ausfallen müssen. Es kamen zwar Kunden, aber nicht genug. Dann kamen noch die Energiekrise und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekrieges dazu. „Es sind doch eher Luxusprodukte, die man bei uns bekommt“, sagt Kopp. Zwar würden die Menschen die tollen Säfte aus Togo gerne trinken. „Aber sie sagen auch, am ehesten verzichten sie auf diese Produkte.“ Damit gingen die Umsätze noch weiter nach unten, es reichte nicht mehr.

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Sehr traurig

Also entschloss sich Andy Kopp, den Laden zu schließen, und ist darüber traurig. „Es steckt viel Herzblut drin, es hat Spaß gemacht.“ Bis Mitte Februar läuft der Abverkauf mit Rabatten. Dann ist endgültig Schluss. Ob er es in besseren Zeiten noch mal versucht, hält sich Kopp offen. „Ganz gestorben ist es in meinem Kopf noch nicht.

Das Unternehmen Togo-Contact, das Reisen nach Togo anbietet und Wirtschaftshilfe leistet, bleibt bestehen, genauso wie der Verein der Togohilfe. Beide ziehen in ein kleineres Büro Am Kugelfang 45 um. Und auch den Togo-Kaffee können die Brucker weiterhin trinken. Er lässt sich über die Internetseite www.togo-contact.de bestellen.

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